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Karajan-Tochter kommt nach Gohrisch

Neue Gesichter, neue Stile: Das fünfte Schostakowitsch-Festival nimmt Gestalt an. Wer die Überraschung mag, spart 50 Euro.

Von Heike Sabel

Gohrisch erlebt im September eine Weltpremiere – und das mit einer weltbekannten Frau. Isabel Karajan, die Tochter des Dirigenten Herbert von Karajan, kommt mit einem Musiktheater zu den fünften Schostakowitsch-Tagen. Es handelt sich um eine szenische Beschäftigung mit der in Gohrisch komponierten achten Sinfonie Schostakowitschs.

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Das ist etwas Neues für das Festival. „Dieses Genre hatten wir bisher noch nicht“, sagt Tobias Niederschlag, der musikalische Leiter des Festes. Es ist eine literarisch-musikalische Collage, in der das Publikum hautnah am Entstehungsprozess und am Leben des Komponisten beteiligt wird, sagt Niederschlag und ist selbst gespannt, wie sich dieses neue Genre einfügt. Immer wieder hat das Festival mit ausgefallenen Formen Besucher gelockt. Im vergangenen Jahr war es beispielsweise das Wandelkonzert, bei dem Musik an einem Nachmittag an drei verschiedenen Orten unter freiem Himmel in Gohrisch erklang.

Eine weitere Besonderheit in diesem Jahr ist das zweite Gastspiel von Geiger Gidon Kremer. Er war schon vor zwei Jahren dabei und kommt nun mit seinem Kammerorchester „Kremerata Baltica“ nach Gohrisch. Außerdem wird unter anderem die russische Komponistin Sofia Gubaidulina mit eigenen Werken anreisen. Das endgültige Programm wird erst im Mai vorliegen und vorgestellt.

Fest steht bereits, dass insgesamt fünf Konzerte und eine Filmvorführung beim diesjährigen Festival vom 19. bis 21. September zu erleben bzw. zu sehen sein werden. Wer sind vom Programm noch überraschen lassen und es komplett nutzen möchte, hat bis Ende April die Chance, den Festivalpass um 50 Euro vergünstigt zu kaufen. Er kostet in der Kategorie A damit jetzt 180, später 230 Euro, in der Kategorie B sind es ohne Ermäßigung dann 200 Euro.

Wie schon in den vergangenen drei Jahren, wird das Sarrasani-Zirkuszelt zum Konzertsaal. Im ersten Jahr des Festivals hatte es in einer Scheune stattgefunden und damit bereits für Aufsehen gesorgt. Gohrisch erinnert mit den Tagen im Herbst an den russischen Komponisten Dmitri Schostakowitsch, der zweimal – 1960 und 1972 – in Gohrisch weilte.

Kontakt: Touristinformation Gohrisch,  035021 66166 E-Mail: [email protected]