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Karstadt-Häuser zu verkaufen

Das Investoren-Konsortium Highstreet will bis Jahresende 25 Warenhäuser loswerden.

Frankfurt. Sie waren der Hauptvermieter der Karstadt-Immobilien, jetzt aber verkaufen sie Haus für Haus: Nach Informationen des „Spiegel“ will sich das Highstreet-Konsortium, zu dem neben der Investmentbank Goldman Sachs auch die Deutsche Bank und die italienische Borletti Group gehören, bis zum Jahresende von 25 seiner 50 Karstadt-Häuser trennen.

Fünf davon – in München, Nürnberg, Offenburg und Hamburg – gehen laut „Spiegel“ an den österreichischen Immobilien-Unternehmer René Benzko, der bereits etliche Karstadt-Häuser besitzt. Im Dezember 2012 hatte Benkos Immobilienholding Signa das Berliner KaDeWe und 16 weitere Karstadt-Häuser für mehr als 1,1 Milliarden Euro von Highstreet gekauft. Die letzten fünf Häuser sollen laut Kaufvertrag nun binnen Jahresfrist übertragen werden.

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Die anderen 20 Häuser, schreibt das Magazin, sollen bis zum Jahresende an einen Finanzinvestor weitergereicht werden. Der Nachrichtenagentur Reuters zufolge bestätigte ein Highstreet-Insider bereits diese Pläne. Den Namen des Finanzinvestors wollte er allerdings nicht nennen, da die Verhandlungen noch nicht endgültig abgeschlossen seien. Offiziell lehnt das Highstreet-Konsortium eine Stellungsnahme bislang ab.

Die Investorengruppe hatte ab 2006 vom damaligen Karstadt-Konzern insgesamt 85 Karstadt-Häuser übernommen und dafür rund 4,5 Milliarden Euro bezahlt. Im Zuge der Kaufhauspleite musste Highstreet in der Vergangenheit deutliche Abstriche bei den Mieteinnahmen machen – und hatte auch deshalb mit den Verkäufen begonnen. (SZ/rad)