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Kartons gibt’s auch aus Graspapier

Vor vier Jahren hat sich die Firma Schramm erweitert. Jetzt hat das Unternehmen schon die nächsten Pläne.

Uwe Graeber, Prokurist der Firma Schramm Verpackung zeigt die Fläche, um die das Unternehmen erweitert werden soll.
Uwe Graeber, Prokurist der Firma Schramm Verpackung zeigt die Fläche, um die das Unternehmen erweitert werden soll. © Lars Halbauer

Waldheim. Der neue Außendienst, der für die Firma Schramm Verpackung seit 2015 im Erzgebirge unterwegs ist, trägt Früchte, sagt Prokurist Uwe Graeber. Aber nicht nur der. Auch alle anderen Außendienstler akquirieren für die Firma mehr und mehr Aufträge.

Der Platz wird knapp. Das Unternehmen will erneut anbauen. Die letzte Erweiterung liegt gerade einmal vier Jahre zurück. Zum 1. Juli steigt auch der Sohn des Prokuristen, Tom Graeber, mit in die Firma ein.

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 Ihm wird die Stadt Waldheim das reichlich 4 800 Quadratmeter große Grundstück, das direkt an das bisherige Firmengelände angrenzt, für rund 77 000 Euro verkaufen. Einen entsprechenden Beschluss haben die Stadträte während ihrer jüngsten Beratung gefasst.

Insgesamt wollen Graebers aber 1,2 Millionen Euro investieren. „Das Gebäude werden wir gemeinsam privat finanzieren und an die Firma vermieten“, erklärt Uwe Graeber. Derzeit stehen dem Unternehmen eine 260 Quadratmeter große Fertigungshalle und ein 2 400 Quadratmeter großes Hochregallager zur Verfügung. 

Hinzu kommen eine Halle mit einer Fläche von 500 Quadratmetern und 700 Quadratmeter Lager. Der erste Spatenstich ist für das Frühjahr 2020 geplant und die Inbetriebnahme des Anbaus im Herbst desselben Jahres.

Umsatz um 20 Prozent gestiegen

Bei der Firma Schramm werden Verpackungen vorkonfektioniert. Das heißt, Kartons in verschiedenen Größen werden so gefaltet und mit Beuteln oder Folien ausgelegt, dass der Kunde bei der Verpackung seiner Produkte nur noch einen minimalen Aufwand hat. Rund 10 000 Produkte vom Klebeband über die Folie und Umreifungsbänder bis zu Kartonagen bietet das Unternehmen an. Dessen Umsatz ist in den vergangenen zwei Jahren um 20 Prozent gestiegen.

Der Kundenstamm ist auf 1 500 gewachsen. „Es werden immer mehr Kartonagen gebraucht, auch durch den Onlinehandel“, so Graeber. Zwar beliefere Schramm auch Firmen in Österreich, Rumänien und Holland.

 „Aber das Hauptaugenmerk liegt in Sachsen“, so der Prokurist. Der größte Kunde sitzt sogar ganz in der Nähe – Pierburg in Hartha. Aber auch die Werke in Neuss, Berlin und Usti in Tschechien werden mit Kartonagen aus Waldheim beliefert.

Mit drei Mitarbeitern ist Schramm im Jahr 1993 in Waldheim gestartet. Heute sind es 26. Ein Lehrling wird zum Handelsfachwirt ausgebildet. „Seit knapp zwei Jahren arbeiten wir in zwei Schichten“, sagt Graeber. Aber auch das reiche noch nicht. Unterstützung erhält das Unternehmen von Mitarbeitern der Diakonie in Hartha und einer Spedition in Berlin. Letztere konfektioniert Ware von Schramm und bringt sie direkt zu den Berliner Kunden.

Das Sortiment des Unternehmens verändert sich ständig. Aller drei bis fünf Jahre gibt es eine neue Produktpalette. Vor allem im Onlinehandel zeigt sich derzeit einen besonderen Trend: Außen sind die Verpackungen braun und innen hochwertig bedruckt.

Umweltfreundlich verpacken

Schramm Verpackung bietet seinen Kunden auch eine Biolinie. So gibt es zum Beispiel eine Folie auf der Basis von Rapsöl und Kartons, die aus Graspapier hergestellt werden. 

„Die Kartons haben die gleichen Eigenschaften wie die aus Pappe. Aber sie sind Ressourcen schonender und können ebenfalls recycelt werden“, so Graeber. Auch Papierklebeband wird immer mehr dem aus PVC vorgezogen.

Auch wenn von der neuen Halle noch nicht einmal der erste Stein gesetzt ist, denken die Unternehmer schon weiter. Die jetzige Investition ist möglicherweise noch nicht die letzte. Schramm Verpackung hat bereits eine Kaufoption für ein 7 200 Quadratmeter großes Grundstück, das sich gegenüber des Standortes der Firma im Gewerbegebiet befindet.

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