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Katharina I. dreht im Weinberg

Katharina Lai tritt im September zur Wahl der Deutschen Weinkönigin an. In einem Film wirbt sie von ihrer Heimat.

Von Antje Steglich

Gerade noch in dunkelblauer Tunika, Chinohose und Highheels kommt Katharina Lai wenige Minuten später in schwarzer Transparent-Bluse, heller Hose und Blümchen-Ballerinas durch die Tür ihres Ferienhauses in Diesbar-Seußlitz. Insgesamt sieben Outfits hat Sachsens Weinkönigin mit dabei, als sie mit einem Fernsehteam im Weingut Wackerbarth startet und dann über Meißen bis in das kleine Elbweindorf unterwegs ist. Denn der Südwestrundfunk (SWR) dreht noch bis heute mit der 40-Jährigen einen zweiminütigen Film, mit dem sie dem Publikum bei der Wahl zur Deutschen Weinkönigin vorgestellt werden soll. Der Vorausscheid findet am 20. September im Saalbau in Neustadt an der Weinstraße statt – gesendet wird er am 21. September um 14.15 Uhr im SWR–, das Finale am 26. September. „Das ist dann live“, erklärt Wolfgang Junglas.

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Der Redakteur vom SWR, Präsident der Deutschen Weinjournalisten – dem Weinfeder e.V. – und TV-Produzent ist nach eigenen Aussagen der Experte in Deutschland, wenn es um Weinköniginnen geht. Nicht nur, dass er beinahe alle Majestäten seit 1948 persönlich kennt, er zeichnet sich außerdem schon seit 1998 für die alljährliche Übertragung der Wahl der Deutschen Weinkönigin verantwortlich.

Den ganzen Juli ist er deshalb nun zunächst in den 13 Anbaugebieten unterwegs, um die Kurzfilme der Majestäten abzudrehen. Gerade kommt er aus dem Saale-Unstrut-Gebiet, nach Diesbar geht es weiter an den Mittelrhein. Langweilig wird es nie, betont er. „Obwohl ich nach der Final-Sendung immer denke, ich habe eine Überdosis. Aber spätestens im April, Mai freue ich mich auf den neuen Jahrgang“, lacht er.

Und in diesem Jahr könnte die Wahl dank Katharina Lai besonders spannend werden. „Sie ist mit Abstand die älteste Kandidatin, die wir je hatten. Das ist ein echtes Novum“, sagt der Experte. Und das könne durchaus sehr positiv sein. Denn die 80 Juroren hätten im Vorausscheid nicht viel Zeit für die 13 einzelnen Kandidaten, Katharina I. steche da heraus. Wirklich festlegen will sich Wolfgang Junglas aber nicht, „es ist schließlich ein Wettbewerb. Und es hat in den vergangenen Jahren schon so manche Überraschung gegeben.“

Von Diesbar-Seußlitz, seinem Goldriesling und den Burgunder-Weinen ist er auf jeden Fall aber schon mal angetan. Während des Drehs werden er und sein Team unter anderem noch das Schloss, die Heinrichsburg und den privaten Weinberg von Sachsens Weinkönigin kennenlernen. Das Drehbuch dafür hat Katharina Lai selbst geschrieben. Das war quasi die erste große Aufgabe für die Kandidatinnen.

„Mir war wichtig, dass ich Diesbar-Seußlitz, meine Heimat, zeigen kann. Und ich freue mich darauf, meinen Weg zu zeigen, meinen großen Erfahrungsschatz über Wein und Tourismus“, sagt die gelernte Versicherungskauffrau, die gleichzeitig auch Vorsitzende des Fremdenverkehrsvereines Sächsische Elbweindörfer ist. Dass sie selbst gefilmt werde, sei zwar gewöhnungsbedürftig, insgesamt mache ihr der Dreh aber riesigen Spaß. „Das liegt aber vor allem auch an dem netten Team“, sagt Katharina Lai, „und dass ich meine eigenen Ideen umsetzen kann, finde ich wirklich toll.“

Über die eigentliche Wahl im September mache sie sich jetzt allerdings noch keine Gedanken: „Ich laufe jetzt nicht aufgeregt durch die Gegend. Ich lasse das erst einmal in Ruhe auf mich zukommen“, sagt sie. Vorher wird es sowieso noch im August ein Vorbereitungsseminar geben und im Juli ein erstes Kennenlernen der Majestäten auf der Weinbühne von Wolfgang Junglas: „Jede Weinkönigin bringt dann aus ihrem Gebiet einen Wein mit. Das ist quasi Deutschlands größte Weinprobe.“