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Coronavirus in Wilsdruffer Pflegeheim

Fünf von 55 Mitarbeiter wurden positiv getestet. Nun untersuchte das Landratsamt alle Bewohner. Es gilt weiterhin ein Besuchsverbot.

In der Senioren-Wohnanlage Katharinenhof in Wilsdruff wurden fünf Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet.
In der Senioren-Wohnanlage Katharinenhof in Wilsdruff wurden fünf Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet. © Karl-Ludwig Oberthür

Nachdem in der Wilsdruffer Seniorenwohn- und Pflegeanlage "Katharinenhof" fünf  von 55 Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet wurden, erfolgte am Montag eine neue Untersuchung. "Die heutige Testung von nunmehr allen Bewohnern und dem Personal wird anlassbezogen im Auftrag des Landratsamtes Sächsische Schweiz–Osterzgebirge durchgeführt", teilt die Leiterin des Amtes für Gesundheits- und Verbraucherschutz, Sabine Forgber, auf SZ-Anfrage mit. Die Testergebnisse werden am Dienstag vorliegen.

"Welche Maßnahmen nach der Testung festgesetzt werden, richtet sich danach, ob keine, einzelne oder mehrere Bewohner positiv auf Coronavirus SARS-Covid-2 getestet werden", so Sabine Forgber. Die Entscheidung trifft dann der Verwaltungsstab des Landkreises in Abstimmung mit der Pflegeeinrichtung. In dieser gibt es einen Pandemie-Plan, der sich an den Anforderungen des Robert-Koch-Institutes orientiert.

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Handeln nach internem Pandemie-Plan

Obwohl sich fünf Mitarbeiter in Quarantäne befinden, ist der Betrieb des Heimes abgesichert, sagt Unternehmenssprecher Karsten Fischer. Die meisten der positiv getesteten Mitarbeiter waren nicht im Pflegebereich tätig. "Daher haben wir derzeit auch kein Betreuungsproblem", so Fischer. Und die gute Nachricht sei ja, dass die anderen 50 Mitarbeiter negativ getestet wurden. 

Im Heim wisse man, was zu tun ist. In Sachen Ansteckungsprävention sei man erfahren, erklärt Fischer. Schließlich achten die Mitarbeiter auch im normalen Arbeitsalltag ständig darauf, dass es zu keiner Übertragung von Erregern kommt, sei es bei der Grippe, dem Noro-Virus oder Scabies. "Wir kennen uns bestens aus bei Schutzmaßnahmen gegen Ansteckung."

Im Heim gibt es einen internen Pandemie-Plan. Nun kommen weitere Maßnahmen zum Tragen, um die Ansteckungsgefahr zu minimieren. Die Pflegekräfte tragen entsprechende Schutzkleidung und zusätzlich Masken vom Typ FFP2, die auch das Robert-Koch-Institut empfiehlt. Die Mitarbeiter sorgen auch dafür, dass die Bewohner vor der Übertragung des Virus geschützt werden. "Wir haben schon seit längerem alle wohnbereichsübergreifenden Aktivitäten, Gruppenaktivitäten und Gottesdienste eingestellt und die Cafeteria geschlossen", so Fischer. 

Bisher nur Einzelfälle

Alle Bewohner werden direkt in ihren Zimmern versorgt. "Und solange das Gesundheitsamt keine Entwarnung erteilt, gilt auch weiterhin das Besuchsverbot für unser Haus", so Fischer. Sein Unternehmen hofft, dass die Infektion nicht auf die Bewohner übergesprungen ist. "Letztendlich wissen wir das erst, wenn die Testergebnisse vorliegen", so der Unternehmenssprecher.

Um das Befinden der Mitarbeiter in Quarantäne kümmern sich derweil das Gesundheitsamt des Landkreises und die Hausärzte. Auch das Unternehmen sorgt sich um die Mitarbeiter. "Die jeweiligen Vorgesetzten halten regelmäßig telefonisch Kontakt, soweit dies gewünscht ist", so der Unternehmenssprecher.

In der Unternehmensgruppe Katharinenhof mit ihren 25 Standorten kam es bisher nur zu einzelnen Verdachtsfällen. Insgesamt wurden drei Personen positiv getestet. "In allen Fällen konnten wir die Ausbreitung der Infektion auf weitere Personen verhindern. Wir sind zuversichtlich, dass uns dies in Wilsdruff ebenfalls gelingt", so Fischer. Die Wilsdruffer Pflegewohnanlage am Schloss hat 60 Plätze in 32 Einzel- und 14 Doppelzimmern.

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