SZ +
Merken

Katholische Kirchgemeinde Bischofswerda wächst

Für die Zukunft ist ein Zusammengehen mit der Pfarrei Bretnig-Hauswalde Thema. Die Arbeit in Bischofswerda hat für das Bistum Vorbildfunktion.

Teilen
Folgen

Von Gabriele Naß

Die Katholische Kirchgemeinde St.Benno Bischofswerda – eine der größeren Pfarreien im Dekanat Bautzen – hat Chancen auf Wachstum. Das Bistum Dresden-Meissen schließt ein Zusammengehen der Pfarrei Bischofswerda mit der in Bretnig-Hauswalde einschließlich „Außenstelle“ Pulsnitz (479 Mitglieder) für die Zukunft nicht aus. Bistums-Sprecher Michael Baudisch bestätigte entsprechende Überlegungen auf Anfrage der Sächsischen Zeitung. Auf ein Zeitfenster legt sich das Bistum derzeit jedoch nicht fest. Die Strukturen innerhalb der katholischen Kirche seien in Bewegung, hieß es. Die Zahl der Pfarreien im Bistum Dresden-Meissen sank seit 1994 von 146 auf derzeit 105. Grund dafür, Strukturen zu verändern, sei mit der Zahl der Katholiken zu begründen. Zwar ließen sich zunehmend mehr Menschen wieder auf Religion, Kirche und Glauben ein, die Zahl der Mitglieder in Kirchgemeinden des Bistums jedoch sei nach wie vor leicht rückläufig. Hinzu komme ein Mangel an Pfarrern, erklärte der Bistums-Sprecher. Das mitteldeutsche Priesterseminar in Erfurt habe wieder erfreulich mehr Zulauf. Doch derzeit sind, so Baudisch, viele über 70 Jahre alt, darunter Ferdinand Kohl (76), der die Pfarrei Bretnig-Hauswalde führt.

Ehrenamtliche unverzichtbar

Die Pfarrei Bischofswerda mit rund 1100 Mitgliedern aus der Stadt und umliegenden Gemeinden habe in der Region Gewicht, erklärte das Bistum. Dazu trage auch bei, dass hier die Mitgliederzahlen steigen und die Jugendarbeit Vorbildfunktion habe. „Dass in Bischofswerda neue Dinge ausprobiert werden, ist wichtig fürs Bistum“, erklärte Michael Baudisch. – Der Pfarrer der Kirchgemeinde St. Benno Bischofswerda, Christoph Behrens, sieht in der ehrenamtlichen Arbeit von rund einhundert Mitgliedern seiner Pfarrei ein Erfolgsrezept, durch das es gelingt, ganze Generationen an die Kirchgemeindearbeit zu binden. Als Beispiel stehe die Religiöse Kinderwoche mit wachsendem Zuspruch auch unter nicht konfessionell gebundenen Mädchen und Jungen. – Pfarrer Behrens ist in der Kirchgemeinde St. Benno der einzige noch fest angestellte Mitarbeiter. Für ihn sind feste ehrenamtliche Strukturen ein Modell, um die inhaltliche Arbeit von Kirchgemeinden zu stärken.Auf ein Wort