merken
PLUS

Riesa

Katze mit Luftgewehr angeschossen

Mitten in Strehla wird ein Tier von einem Projektil verletzt. Es hat Glück im Unglück.

Dieses Projektil steckte im Oberarm der Katze.
Dieses Projektil steckte im Oberarm der Katze. © privat

Strehla. Anfangs dachte Astrid Ratzsch noch, ihre Katze Lilly habe sich einen Nagel eingefangen. Nach einem zweitägigen Ausflug durch Strehla sei das Tier nach Hause zurückgekommen, da steckte der metallische Gegenstand im Oberarm. „Erst beim Tierarztbesuch am Sonnabend stellte sich heraus, dass es sich um ein 4,5 Millimeter langes Geschoss handelt“, sagt Ratzsch. 

Offenbar hatte jemand auf die drei Jahre alte Katze geschossen; die Polizei spricht bei dem Projektil von einem Federdruckbolzen. Lilly hatte Glück. „Das Projektil ging von oben durch den Oberarm und blieb dann erst an der Unterseite stecken.“ Ein Kopf- oder Brusttreffer wäre wohl tödlich gewesen, vermutet sie. „Dann hätten wir vermutlich auch nie erfahren, was passiert ist.“

Anzeige
IT-Administrator (m/w/d) gesucht
IT-Administrator (m/w/d) gesucht

Sie sind Netzwerkspezialist und lieben die Arbeit in Windows-Umgebungen? Der IT-Dienstleister INFOTECH sucht erfahrene IT-Administratoren (m/w/d).

Im sozialen Netzwerk Facebook warnt die Strehlaerin nun davor, dass im Stadtgebiet wohl ein Tierquäler sein Unwesen treibt. Außerdem hat sie Anzeige gegen Unbekannt erstattet. Wer hinter der Schussattacke stecken könnte, weiß sie nicht, hat auch keinen Verdacht. Ihre Katze sei als Freigängerin zwar viel draußen unterwegs, unter anderem auch in den benachbarten Kleingartenanlagen. Aber ihr Revier sei überschaubar groß. 

Der Täter müsse also mitten in der Stadt geschossen haben. Erst im Februar war im Priestewitzer Ortsteil Lenz ein Kater mit einem Luftgewehr beschossen worden. Dieses Tier hatte ebenfalls einen Schutzengel und kam mit einem Durchschuss davon. Für Aufsehen sorgte ein Fall aus 2014, als ein Kater mit einer Armbrust beschossen wurde. Auch dieses Tier überlebte. Laut Tierschutzgesetz stehen auf solche Fälle Geldstrafen, im schlimmsten Fall sogar Freiheitsstrafen von bis zu drei Jahren.

Katze Lilly geht es mittlerweile schon wieder besser, sagt ihre Besitzerin. „Sie hat Antibiotika bekommen, damit sich die Wunde nicht entzündet.“ Mittlerweile sei das Tier auch schon wieder draußen unterwegs. „Einen Freigänger kann man sowieso nicht einsperren“, sagt Astrid Ratzsch.

Mehr lokale Nachrichten aus Riesa lesen Sie hier.

Mehr zum Thema Riesa