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Kaufhalle Zinnwald bleibt weiter geöffnet

Altenberg/Zinnwald. So können Briefe Unruhe stiften. Annelies Borschütz, die in Bärenstein und Zinnwald zwei Lebensmittelgeschäfte betreibt, erhielt die Mitteilung von ihrem Lieferanten, dass er künftig nur noch Bärenstein anfahren werde.

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Altenberg/Zinnwald. So können Briefe Unruhe stiften. Annelies Borschütz, die in Bärenstein und Zinnwald zwei Lebensmittelgeschäfte betreibt, erhielt die Mitteilung von ihrem Lieferanten, dass er künftig nur noch Bärenstein anfahren werde. Sie hätte sich dann selbst darum kümmern müssen, dass die Waren umgeladen und nach Zinnwald transportiert werden. Unter diesen Voraussetzungen sah sie keine Möglichkeit mehr, ihr Geschäft in Zinnwald weiter zu betreiben. Das teilte sie Altenbergs Bürgermeister Thomas Kirsten mit, dem damit auch die Laune verdorben war.

Inzwischen zeichnet sich eine Lösung ab. Annelies Borschütz fand einen anderen Lieferanten, der weiterhin seine Produkte direkt nach Zinnwald liefert. Damit bleibt das Lebensmittelgeschäft in dem Altenberger Ortsteil geöffnet.

Was zu tun ist, damit die Kaufhalle für Zinnwald auf Dauer gesichert bleibt, beriet am Donnerstag der Ortschaftsrat Zinnwald in der ersten Sitzung in diesem Jahr. „Die Betreiberin Frau Borschütz, die Stadt und die Zinnwalder Einwohner, wenn wir alle zusammenhalten, dann lässt sich das machen“, sagte Bürgermeister Thomas Kirsten im Gespräch mit der SZ.

Sein Part dabei ist, dass er sich um das Gebäude kümmern muss. Es gehört der Konsumgenossenschaft Ostsachsen, die seit Jahren in der Liquidation ist, folglich auch keine Investitionen tätigte. Das Grundstück hat einen anderen Eigentümer, die Bundesfinanzverwaltung. Hier schaltete sich die Stadt ein, um die Pachthöhe zu reduzieren und eine Lösung zu finden, dass die Halle nicht verfällt, wenn die Konsum-Liquidation ausläuft.

Kirsten appelliert aber vor allem an die Einwohner. Eine Kaufhalle muss Umsatz machen, sonst wird sie über kurz oder lang geschlossen. In Zinnwald ist es seit der Verlegung des Grenzübergangs merklich ruhiger geworden. Auch die Kaufhalle spürte das. Aber dieser Rückgang war nicht so gravierend, dass sie deswegen schließen wollte, sagte Frau Borschütz. (SZ/fh)