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Kaufland erleichtert den bequemen Einkauf

Vom Familienparkplatz bis zum Spezialwagen für Rollstuhlfahrer. Dafür gibt es auch ein Gütesiegel.

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Von Stefan Rössel

Rollstuhlfahrer Dirk Schmidt ist Stammkunde bei Kaufland im Kaufpark Nickern. Dort wird ihm das Einkaufen besonders leicht gemacht, denn er kann einen speziell für Schwerbehinderte entwickelten Wagen benutzen. Der Korb ist hochgesetzt und flach, sodass er mit seinem Gefährt darunter fahren und ihn sogar daran befestigen kann. „Wenn er sehr voll ist, fahre ich damit zu meinem Auto und packe den Einkauf dort um. Danach bringe ich den Wagen zurück an den Platz neben dem Eingang“, erzählt Schmidt.

Dieses Kaufland-Geschäft sowie der Laden in der Borsbergstraße können sich neuerdings mit einem Qualitätszeichen für besondere Generationenfreundlichkeit schmücken. Es wird vom Handelsverband Sachsen für Vorkehrungen vergeben, die dem Kunden den Einkauf erleichtern sollen. Der Behindertenwagen ist dabei allerdings außergewöhnlich. Die meisten Maßnahmen werden vor allem für ältere Kunden getroffen.

„Wir haben uns schon im Jahr 2009 reorganisiert und seitdem eine Reihe von neuen Lösungen eingeführt“, sagt Reiner Hacker, der Leiter des Nickerner Marktes. So wurden die zuvor supergroßen Einkaufswagen durch ein kleineres Modell ersetzt. „Die älteren Herrschaften haben oft Mühe, sich tief in die großen Körbe zu bücken“, erläutert Hacker.

Nahe dem Eingang wurden außerdem besonders familienfreundliche Parkplätze eingerichtet, die wie bei den für Behinderte reservierten Plätze breiter als normal sind, um Bewegungsfreiheit auch mit Kindern zu gewährleisten. Leider werden solche Sonderplätze oft von Normalkunden weggenommen, die nur zu faul sind, ein paar Meter weiter zu gehen.

An mehreren Stellen der über 5 000 Quadratmeter großen Verkaufsfläche stehen auch Klappstühle bereit. Die können sich Kunden aufstellen, um bei den langen Wegen einen Moment zu verschnaufen. Zur Bequemlichkeit beim Einkauf gehören ferner extra deutliche Wegweiser und gut lesbare Etiketten an den Waren. Die Prüfer schauten nach, ob es besondere Gefahrenquellen in den Märkten gibt. Auch auf den Service wurde bei der Vergabe von Punkten geachtet.

Das Qualitätszeichen wurde vom Bundesfamilienministerium angeregt. Es wird seit Herbst 2010 vergeben. In Sachsen wurden bereits 800 Geschäfte ausgezeichnet.