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Großenhain

Kaufland-Streik: Großenhain vorerst nicht betroffen

Ver.di schließt im Tarifkampf gezielte Aktionen auch in der Röderstadt nicht aus.

Die Gewerkschaft fordert deutlich höhere Löhne für Kaufland-Mitarbeiter in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Vielerorts wurde deshalb am Freitag gestreikt.
Die Gewerkschaft fordert deutlich höhere Löhne für Kaufland-Mitarbeiter in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Vielerorts wurde deshalb am Freitag gestreikt. © Norbert Millauer

Großenhain/Erfurt. Die Großenhainer Kaufland-Filiale in Großraschütz ist am Freitag vom Streikaufruf nicht beeinflusst worden. Ob Beschäftigte aus der Röderstadt an einer geplanten Streikversammlung in Erfurt teilnahmen, konnte Jörg Lauenroth-Mago auf SZ-Anfrage nicht sagen. 

„Es sind ein Bus aus Dresden und zwei weitere aus Ostsachsen nach Erfurt unterwegs.“ Aus welchen Kaufland-Filialen Mitarbeiter darin mitfuhren, war am Freitagmorgen noch nicht bekannt.

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Lauenroth-Mago ist Verdi-Verhandlungsführer für den Einzel- und Versandhandel. Die Gewerkschaft hatte für Freitag in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen vor dem Hintergrund der Tarifverhandlungen zum Tagesstreik aufgerufen. 

„Seit Ende Mai sind die Tarifverträge für die 256000 Beschäftigten im Einzel- und Versandhandel gekündigt. Wir fordern deutliche Erhöhungen der Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen, Vorteilsregelungen für Verdi-Mitglieder, gleiche Tariflaufzeiten und dass die Tarife für alle gelten“, so Lauenroth-Mago. 

„Das Arbeitgeberangebot in der ersten Verhandlungsrunde am 22. Mai mit Erhöhungen von 1,5 Prozent in 2019 und ein Prozent in 2020 ist für uns absolut unbefriedigend und keine Grundlage für Verhandlungen.

Verdi fordert stattdessen eine Erhöhung von zwei Cent pro Minute. Außerdem sollen die Ausbildungsvergütungen je Ausbildungsjahr um 100 Euro steigen. Der Tarifvertrag soll eine Laufzeit von zehn Monaten haben.

Für kommenden Mittwoch, den 19. Juni, ist die nächste Verhandlungsrunde geplant. Sollte diese ergebnislos bleiben, will Verdi die Aktionen ausweiten. Dann, so Jörg Lauenroth-Mago, seien auch Streiks in den Filialen auf dem Lande, also unter anderem auch in Großenhain, nicht ausgeschlossen.