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Kein Adventskalender am Rathaus

Bei der Spendenübergabe der Lotterie 2019 gab es diese und weitere Neuigkeiten zu erfahren.

Übergabe eines Teils der Einnahmen aus der Adventslotterie an die Freundschaftsgesellschaft Meißen /Arita.
Übergabe eines Teils der Einnahmen aus der Adventslotterie an die Freundschaftsgesellschaft Meißen /Arita. © Claudia Hübschmann

Meißen. Die Vorlaufzeit sei zu gering, die Ungewissheit zu groß. So hat der Chef des Meißner Gewerbevereins Uwe Reichel am Dienstagmittag die Absage des traditionellen Adventskalenders am Meißner Rathaus begründet. Trotzdem werde sich der Verein nach Kräften bemühen, auf eine mit den Corona-Auflagen konforme Art und Weise weihnachtliche Stimmung in der historischen Altstadt zu zaubern. 

Ähnlich äußerte sich Oberbürgermeister Olaf Raschke (parteilos), welcher sich ebenfalls dafür aussprach, den langjährigen Geschäftspartnern bei der Meißner Weihnacht eine Möglichkeit zu verschaffen, in dieser schwierigen Zeit Geld zu verdienen. Tatsächlich hat sich die in der Adventszeit laufende Veranstaltung zu einem in den meisten Jahren einträglichen Geschäft für die Betreiber der Buden und Fahrgeschäfte entwickelt. Zu Weihnachten 2019 saß das Geld der Meißner und ihrer teils von weither angereisten Gäste besonders locker.

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Nicht nur zum Stollenanschnitt ist der Meißner Weihnachtsmarkt im Advent oft gut gefüllt. Wie er dieses Jahr aussehen wird, lässt sich noch nicht sagen.
Nicht nur zum Stollenanschnitt ist der Meißner Weihnachtsmarkt im Advent oft gut gefüllt. Wie er dieses Jahr aussehen wird, lässt sich noch nicht sagen. © Claudia Hübschmann

Mit der cornonabedingten Pause gibt es die erste Unterbrechung in einer vor 17 Jahren begonnenen Traditionslinie. Initiiert von der Verlegerfamilie Brück wurde damals erstmals das historische Rathaus als Adventskalender genutzt und die Öffnung des täglichen Türchens mit einem Programmpunkt sowie der Lottoziehung verbunden. Allmählich breitete sich die Meißner Weihnacht mit wechselnden Attraktionen über die unmittelbare Innenstadt hinaus aus.

Während in Meißen noch abgewartet wird, mehren sich in der Landeshauptstadt unterdessen die Stimmen, die eine zeitliche Streckung des Striezelmarktes fordern. Letztlich muss der Stadtrat entscheiden. Zuvor plädieren Wirtschaft und Tourismus noch einmal für eine Verlängerung. Denn es winken zwölf Millionen Euro Umsatz pro Woche.

Eigentlich sollte der Dresdner Striezelmarkt am 26. November starten und Heiligabend schließen. Da wegen der Corona-Krise Händler, Gastronomen und Hotelbetreiber massive Einnahmeeinbrüche verzeichnen, hatte die FDP beantragt, den Besuchermagneten bereits am 19. November zu öffnen.

Geld für Jugendaustausch mit Japan

Neben der betrüblichen Nachricht zum Adventskalender gab es am Dienstagmittag jedoch auch eine freudige Nachricht. Oberbürgermeister Olaf Raschke (parteilos) übergab gemeinsam mit dem Gewerbevereinsvorsitzenden Uwe Reichel am Brunnen Kaendlerpark die Erlöse aus der„Meißner Adventslotterie 2019" an zwei gemeinnützige Einrichtungen.

4.334 Euro kommen der Freundschaftsgesellschaft Meißen/Arita zugute. Der 1994 gegründete Verein organisiert seit über 20 Jahren den Jugendaustausch zwischen Meißen und der japanischen Partnerstadt Arita. Nach Aussagen von Japan-Enthusiasten Kay Leo Leonhardt wird es voraussichtlich 2021 wieder zwei Austauschreisen geben.

Außerdem darf sich die Stiftung Lichtblick über eine Spende von 1.000 Euro freuen. Durch eine Initiative der Sächsischen Zeitung 1996 ins Leben gerufen, hilft sie Menschen in Ostsachsen dabei, mit Not und schweren Schicksalen zurechtzukommen.

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