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Kein Bank-Schmuckstück am Aussichtspunkt Silberberg

Das Areal am Sommerweg ist einer der historischsten Orte der Stadt. Dass hier jetzt eine eher schlichte Bank steht, ist gewollt.

Radebergs Wanderwegewart Herbert Müller hat die Hoffnung jedenfalls noch nicht ganz aufgegeben. Die Hoffnung, dass die Bank am Aussichtspunkt Silberberg nahe des Sommerwegs diesmal vielleicht von Randalierern verschont bleiben könnte. „Hier standen in der Vergangenheit oft attraktive Bänke und Sitzgruppen, sie wurden aber zerstört oder komplett gestohlen“, ärgert er sich. Also mussten Wanderer hier nun lange auf eine Sitzgelegenheit verzichten. Nun aber gibt es hier wieder eine Bank. „Vom Heimatverein Liegau-Augustusbad wurde eine kompakte, blaue Plastebank aufgestellt“, beschreibt Herbert Müller – und hofft, dass diese diesmal Diebe abschreckt, wie er sagt. „Denn sie ist durchaus mentalitätsfern an unseren Wanderwegen“, begründet er seine Hoffnung.

Dabei hätte Herbert Müller hier eigentlich gern einen überdachten Biwakplatz; ähnlich dem im Hüttertal. Denn der Aussichtspunkt Silberberg gehört für den Wanderwegewart mit zu den attraktivsten Aussichtspunkten der Region. „Mit einer Höhe von gut 270 Metern wäre er auch für eine Panoramaplattform geeignet“, findet er. Allerdings habe sich bisher noch niemand dafür engagiert – „dabei gehört der vorbeiführende überregionale Wanderweg Roter Strich zum Image von Radeberg und das Wanderwegenetz auch zur Tourismuspflege“, unterstreicht er.

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Zudem ist der Aussichtspunkt durchaus ein historischer Ort, beschreibt der Wanderwegewart. „Denn der Streckenabschnitt über den Sommerweg hatte zur Zeit, als das hiesige Kurbad ab 1721 seinen Betrieb aufnahm, eine hohe Bedeutung!“ Das, findet Herbert Müller, sollte auch heute entsprechend gewürdigt werden. Für den Ausbau der Wege war damals das Haldenmaterial vom Altbergbau im nahen Tannengrund verwendet worden, dort wo dann das Kurbad – das Augustusbad – entstand. (SZ/JF)