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Kein Fußweg an der S154 in Altendorf – nur neuer Asphalt

Altendorf

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Im August wird die Huckelpiste zwischen Lichtenhain und Altendorf beseitigt. Die Staatsstraße 154 erhält auf etwa 3,5 Kilometern eine neue Deckschicht.

Ursprünglich sollten die Ortsdurchfahrten in Mittelndorf und Altendorf nicht mit gebaut werden. Das sorgte für Ärger vor allem bei den Altendorfer Einwohnern.

Da die Ortsdurchfahrten ebenfalls in einem schlechten Zustand sind, müssten diese unbedingt mit saniert werden, forderte Bürgermeister Robert Läsker (CDU). Verantwortlich für die Planung ist das Straßenbauamt Meißen-Dresden. Dort hat man sich inzwischen darauf festgelegt, das wenigstens die Ortsdurchfahrt Altendorf instand gesetzt wird. „Es erfolgt kein Um- und kein Ausbau. Das bedeutet, dass die Entwässerung nicht erneuert und auch kein Fußweg gebaut wird“, sagt Holger Wohsmann, der Chef des Straßenbauamtes. Vorgesehen ist, die Deckschicht vier Zentimeter abzufräsen und eine neue Asphaltschicht aufzutragen.

Mittelndorf bleibt löchrig

Für Altendorf sei das der einzige Kompromiss, den man anbieten könne. Die Einwohner werten das als Teilerfolg. Dort ist man zunächst froh, dass wenigstens der Straßenbelag erneuert wird. „Ordentliche Fußwege entlang der Straße und eine Verkehrsberuhigung sind für die Verbesserung der Lebensqualität und der touristischen Qualität unumgänglich“, sagt Gemeinderat Karl-Heinz Prescher, der sich schon seit Längerem dafür einsetzt. „Straßenbauamt, Abwasserzweckverband und Gemeinde sollten sich endlich an einen Tisch setzen und ein klares Konzept entwickeln“, fordert er.

Doch das scheint derzeit noch in weiter Ferne. Zu viele ungelöste Fragen, so unter anderem auch Grundstücksprobleme stehen dem entgegen. Deshalb wolle sich das Straßenbauamt erst einmal auf die neue Asphaltschicht beschränken. Auf die werden die Mittelndorfer gänzlich verzichten müssen. Diese Ortsdurchfahrt wird nicht mit gebaut. „Wir müssten für diesen Abschnitt einen kompletten Neubau planen“, sagt Holger Wohsmann. Eine neue Deckschicht würde die dort vorhandenen Probleme, wie zum Beispiel die Entwässerung, nicht lösen. Zudem würden die Kosten viel zu hoch.

Die derzeit geplanten dreieinhalb Kilometer Asphalt kosten 450000Euro. Die Finanzierung sei gesichert, da das Straßenbauamt zusätzliche Mittel vom Bund bekommt. Um das im Sommer durch mehrere Baustellen in der Region befürchtete Chaos nicht noch mehr zu verschärfen, soll die Straße nicht gänzlich gesperrt werden.

Vorgesehen ist nur eine halbseitige Sperrung. Der Verkehr würde per Ampel geregelt. Innerhalb von sechs Wochen sollte die Baumaßnahme dann abgeschlossen werden. Problematisch sei die damit entstehende längere Sperrstrecke von 400 Metern. „Genehmigt das Landratsamt diese Länge nicht, würde sich die Bauzeit verlängern“, sagt Holger Wohsmann. Außerdem könnten dann aus Zeitgründen möglicherweise nicht die kompletten dreieinhalb Kilometer neuen Asphalt erhalten. Eine Entscheidung steht derzeit noch aus.