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Niesky

Kein Interesse mehr am Nieskyer Hospiz?

Die Freizeitkünstler spendieren monatlich ein Gemälde für den guten Zweck – bisher jedoch mit überschaubarer Resonanz. Nun wird gerätselt, an was das liegt.

Gut sichtbar hängt das zweite Gemälde der Freizeitkünstler-Auktion im Eingangsbereich der Nieskyer Sparkasse. In einem Briefumschlag kann das eigene Gebot mitgeteilt werden.
Gut sichtbar hängt das zweite Gemälde der Freizeitkünstler-Auktion im Eingangsbereich der Nieskyer Sparkasse. In einem Briefumschlag kann das eigene Gebot mitgeteilt werden. © André Schulze

Als Mitte März Richtfest am neuen Hospiz der Diakonissenanstalt Emmaus gefeiert wurde, war die Begeisterung groß. Vor allem auch über das Interesse, das die Nieskyer dem außergewöhnlichen Bauwerk entgegenbrachten. Und über das Engagement des Vereins der Nieskyer Freizeitkünstler, dessen Mitglieder mit einer Auktion selbst gemalter Bilder den Aufbau des Hospiz ein ganzes Jahr lang unterstützen wollten. 

Doch inzwischen ist Ernüchterung eingekehrt. Noch immer spüre man zwar eine rege Anteilnahme der Bevölkerung, meint Oberin Sonja Rönsch. Die Bereitschaft aber, sich für einen finanziellen Obolus ein Gemälde der Freizeitkünstler zu gönnen, ist – milde ausgedrückt – aktuell noch extrem steigerungsfähig. Vereinschefin Gabriele Beinlich hatte beim Richtfest die Idee ihrer Künstlerkollegen vorgestellt und gleich das erste Werk mitgebracht – eine Morgenstimmung von Marita Christoph. Das Mindestgebot betrug 50 Euro. Einen Monat lang hatten Interessenten die Möglichkeit, sich mit eigenen Angeboten an der Versteigerung zu beteiligen. Diese konnten in der Nieskyer Sparkassenfiliale abgegeben werden, wo auch das jeweilige Bild des Monats ausgestellt ist. 

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Die Resonanz jedoch ist bescheiden. Bisher gibt es nur ein einziges Angebot, dessen Höhe ist noch geheim. „Ich habe schon mit ein bisschen mehr Interesse gerechnet. Nun müssen wir überlegen, an was es liegt“, sagt Gabriele Beinlich. Es wäre schön, meint sie, wenn man die Sache ein wenig ankurbeln könnte. „Immerhin haben wir ja ein Ziel. Wir wollen das Hospiz in seiner Entstehung unterstützen.“ Dass sich beim ersten Bild nur ein Bieter beteiligt hat, könne am Gemälde selbst liegen, an der Art der Gebotsabgabe, vielleicht aber auch daran, dass die Leute die gesamte Palette der Kunstwerke sehen möchten, um sich dann zu entscheiden. „Dass das Interesse am Hospiz abgeflaut ist, hoffe ich natürlich nicht.“

Seit Mitte April hängt nun das zweite Gemälde in der Nieskyer Sparkassenfiliale. Es ist ein Sonnenuntergang von Beate Kochaneck. Auch hierzu haben Interessenten wieder die Möglichkeit, ihre Angebote abzugeben. Das Minimum liegt bei 50 Euro. Auch an Gabriele Beinlich direkt kann man die finanzielle Offerte per Mail schicken.

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