SZ +
Merken

Kein Licht mehr im Gemeindeamt

Priestewitz hat eine neue Hauptamtsleiterin – die bisherige genießt jetzt ihre verdiente Altersteilzeit.

Teilen
Folgen

Margitta Noppes galt als Institution im Priestewitzer Amt: Immer gut informiert, immer freundlich, immer einsatzbereit. Dass sie gern gearbeitet hat, stand der 60-Jährigen im Gesicht geschrieben. „Sie hat wirklich eine ganz ausgezeichnete Arbeit geleistet, für die wir ihr sehr dankbar sind“, sagt Susann Frentzen (parteilos).

Dennoch muss die Priestewitzer Verwaltungschefin nun ohne Margitta Noppes auskommen. Nach fast 20 Jahren hat die Frau vom Vereinspräsident des SV Traktor Priestewitz, Adolf Noppes ihren Schreibtisch geräumt und die Geschäfte an ihre bisherige Kollegin Manuela Gajewi übergeben. Den Mitarbeitern der Gemeindeverwaltung war der Abschied sogar ein selbst gedichtetes Lied zur Melodie „Wenn alle Brünnlein fließen“ wert. Für jedermann im Priestewitzer Amtsblatt nachzulesen, heißt es da: „Wenn alle Türen schließen, wer sitzt noch im Büro? Wenn alle längst gegangen, wer arbeitet noch froh? Wer liest noch im Gesetzestext und sucht ein Formular, bestellt noch einen Blumenstrauß für einen Jubilar? Der Mond steht schon am Himmel, das Dorf im Dunkeln liegt, doch Licht brennt im Gemeindeamt, wo man Frau Noppes sieht.“

Jetzt nun nicht mehr. Stattdessen wird sie vielleicht im Garten werkeln oder sich um die Enkelkinder kümmern. So, wie sie es sich auch verdient hat. (SZ/Karlshaus)