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Kein Parkplatz für B6-Ausbau

Ab August wird die Bautzner Straße in Höhe der Wilhelminenstraße ausgebaut. Um Stau vorzubeugen, hatten die Linken eine Idee. Doch die Stadt winkt ab.

Linken-Stadtrat Jens Matthis (li.) und Stadtbezirksbeirat Hans-Jürgen Burkhardt hatten sich für einen Park&Ride-Platz vor dem Weißiger Einkaufscenter stark gemacht.
Linken-Stadtrat Jens Matthis (li.) und Stadtbezirksbeirat Hans-Jürgen Burkhardt hatten sich für einen Park&Ride-Platz vor dem Weißiger Einkaufscenter stark gemacht. © Christian Juppe

Dresden. Die vielbefahrene B6 könnte ab dem Sommer wieder zur Staufalle werden. Die Verkehrsbetriebe verlegen in einem Abschnitt von der Fischhaus- bis zur Brockhausstraße die neuen Gleise, die einen größeren Abstand zueinander haben. Außerdem wird die Haltestelle Wilhelminenstraße barrierefrei ausgebaut und die Straße erneuert. Die Arbeiten dauern laut Dresdner Verkehrsbetrieben bis voraussichtlich Mitte 2021, ehe die Straßenbahn dort wieder in Betrieb genommen werden kann. 

Damit weniger Autos auf der Strecke unterwegs sind, hatten die Linken im Stadtbezirksbeirat Loschwitz sowie im Stadtrat einen Antrag eingebracht, einen temporären Parkplatz auf einer Wiese vor dem Einkaufscenter an der B6 in Weißig einzurichten. Dort könnten die Autofahrer in Busse umsteigen und direkt ins Stadtzentrum fahren, war die Idee. Sogar den Versuch, dies als kostenloses Angebot zu etablieren, wollten die Linken damit starten. 

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Dieser Parkplatz sei auch deshalb wichtig, weil die Stadt auch das Blaue Wunder sanieren will, argumentieren die Linken. Der Zeitpunkt steht zwar noch nicht fest. Doch im schlimmsten Fall würden sich beiden Bauprojekte überschneiden.

Das Straßen- und Tiefbauamt hält es jedoch für unmöglich, einen solchen Interimsparkplatz bis zum August zu planen und zu bauen.  Außerdem könnte der Verkehr während des Baus auf der Bautzner Straße auf einer Spur pro Richtung
die Baustelle stets passieren, wenn auch nur mit auf 30 Kilometer pro Stunde reduzierter Geschwindigkeit. "Eine unzumutbare Staubelastung wird nicht
befürchtet", scheibt Satdtsprecherin Anke Hoffmann.  Mit diesem Verkehrsführungskonzept sei die Maßnahme im Jahr 2011 genehmigt worden.
Der Bau eines temporären Park&Ride-Platzes wäre zudem mit hohen Kosten verbunden.
Eine Pacht an den Eigentümer des Grundstücks, gegebenfalls  eine Entschädigung an
einen landwirtschaftlichen Pächter, die Baukosten des Interimsplatzes sowie
die Wiederherstellung des Ausgangszustandes fielen an. "Diese Mittel stehen
nicht zur Verfügung, zumal die Landeshauptstadt Dresden mit einer
coronabedingten Haushaltssperre arbeitet", so Hoffmann.

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