merken
PLUS

Kamenz

Kein Schulküchenessen mehr vom Hutberg

Nur noch bis 31. Juli kocht Familie Fuhrmeister für Kitas und Schulen. Der Schritt fiel nicht leicht, doch die Arbeit in der Gaststätte fordert alle Kräfte.

© dpa

Kamenz. Die Kräfte müssen gebündelt werden. So viel steht bereits seit Längerem fest. Und doch haben es sich Frank Fuhrmeister und sein Team nicht leicht gemacht, den Kunden das Mittags-Abo zu kündigen. Immerhin seit 23 Jahren kocht das Unternehmen nun schon für die Kitas, Horte und Schulen Schönteichen, Oßling und Steina. Auch das Mittag-Abo-Essen für den Kamenzer Raum war eine große Nummer. Bis 500 Essen gingen täglich aus der Großküche an Kinder, Rentner und Arbeitnehmer raus. Meistens brannte deshalb schon ab 5 Uhr morgens Licht in der Küche. Diese befindet sich seit zwölf Jahren auf dem Kamenzer Hutberg. Denn Frank Fuhrmeister übernahm damals die Hutberg-Gaststätte und verlagerte damit auch den bestehenden Partyservice und alles andere hierhin.

Doch der Betrieb in der beliebten Berg-Restauration hat sich in den letzten Jahren bestens entwickelt. „Wir haben einen steten Aufwärtstrend. Vor allem bei Familienfeiern jeder Art. Auch Firmen kommen gern zu uns“, so Chef Frank Fuhrmeister. Ob Hochzeiten, Geburtstage, Taufen, Jugendweihen, Beerdigungen bis hin zu Klassentreffen oder Schulausgangspartys – die Hutberggaststätte hat gut zu tun.

Anzeige
Sie sind gefragt: Umfrage zu #ddvlokalhilft
Sie sind gefragt: Umfrage zu #ddvlokalhilft

Wir wollen herausfinden, wie die Sachsen in der Krise einkaufen und wie wichtig lokale Hilfsprojekte wie #ddvlokalhilft bei der Unterstützung des Handels sind.

„Aber gerade das erfordert eben auch verstärkt Kräfte, die in diesem Bereich eingesetzt werden müssen“, so der 66-Jährige. Gemeinsam mit seinem Sohn Uwe ist er täglich auf dem Berg und packt an allen Ecken und Enden mit an. Vor allem auch an Personal mangelt es eben leider in der Gastronomie. Das ist kein Geheimnis. „Und zum Schulessen gehören ja nicht nur zwei fleißige Köchinnen, sondern Auslieferer und Leute für die Essenausgabe vor Ort“, so Fuhrmeister. Wenn da einer der Angestellten hustet, läuten sofort die Alarmglocken. Neues Personal ist schwer zu finden. Das vorhandene, geht außerdem straff auf die Rente zu. „Wir mussten eine Entscheidung treffen und sie ist zugunsten unserer Gaststätte ausgefallen“, so Frank Fuhrmeister.

Das Abo-Essen wird also nur noch in der kommenden Woche gekocht und ausgeliefert. Für die Schulen und Kitas steht man bis 31. Juli bereit. Anschließend ist Schluss. „Wir bedauern die Umstände für die Kundschaft und bedanken uns nochmals für die jahrelange Treue!“

Mehr zum Thema Kamenz