merken
PLUS Großenhain

Kein Steine-Klappern mehr

Vor dem Cottbuser Bahnhof in Großenhain wird gebaut. Nach knapp 20 Jahren hat das alte Pflaster ausgedient.

Noch bis voraussichtlich 21. August wird der Vorplatz des Cottbuser Bahnhofs erneuert.
Noch bis voraussichtlich 21. August wird der Vorplatz des Cottbuser Bahnhofs erneuert. © Anne Hübschmann

Großenhain. Der Vorplatz des Cottbuser Bahnhofes mutet wie eine Großbaustelle an. Seit knapp zwei Wochen wird hier gebuddelt, was das Zeug hält. Das Betonpflaster ist verschwunden, neue Steine für Fußwege und Begrenzungen liegen bereit oder werden teilweise schon verlegt. 

Fast 20 Jahre ist es her, da hier zuletzt so umfangreich gebaut wurde. Damals erfüllte die Stadt sich und ihren Einwohnern den Wunsch, aus dem tristen Bahnhof samt Umland eine moderne Umsteigestätte zwischen Bus und Bahn zu schaffen. "Die gesamte Umgestaltung war damals ein Musterbeispiel", erinnert sich Baubürgermeister Tilo Hönicke. Dabei seien die Verhandlungen mit der Deutschen Bahn seinerzeit zäh und mühevoll gewesen.

Anzeige
Hautpflege ist aktive Gesundheitspflege
Hautpflege ist aktive Gesundheitspflege

Die Haut ist Schutzschild und Klimaanlage unseres Körpers - mit diesen Pflegeprodukten zum Aktionspreis hält man sie nachhaltig in Balance.

 Letztlich kaufte die Stadt das Bahnhofsgebäude, sanierte es auch mit dem Einsatz von Fördermitteln. Entstanden ist eine moderne Übergangsstelle für knapp vier Millionen Euro. Der Bahnhof sowie das gesamte Umfeld wurden 2001/02 in einen modernen Verkehrsknotenpunkt mit Busbahnhof, Parkplätzen für Pendler, Fahrradständern und Fahrkartenausgabe verwandelt. 

Das Bahnhofsgebäude selbst wurde von der Stadt erworben und zum kleinen Schmuckstück umgewandelt - mit Mobilitätszentrale und einem Imbiss. "Das alles war damals genau die richtige Entscheidung", resümiert Tilo Hönicke. 

Seitdem ist das Areal zunehmend gerade von Pendlern "entdeckt" worden. Zehn Busplätze und rund 50 Parkplätze für Reisende befinden sich hier. Regelmäßige Zugverbindungen nach Dresden, Cottbus und Elsterwerda ermöglichen einen bequemen Reise- und Pendlerverkehr. 

Doch der hohe Nutzungsgrad hat auch seinen Tribut gefordert. Durch die vielen Busse wurde das Betonpflaster in Mitleidenschaft gezogen, was für Autofahrer das berühmt-berüchtigte Klappern der Steine unter den Rädern spürbar macht.

 Zudem fehlte auf einer Seite ein Gehweg für Fußgänger, der jetzt im Zuge der Instandsetzung neu gebaut wird. Das bisherige Pflaster wird durch eine Asphaltschicht ersetzt, für die momentan der entsprechende Unterbau eingebracht wird. Nicht in die Arbeiten einbezogen ist allerdings der überwiegend von der Agentur für Arbeit genutzte Parkplatz neben dem Bahnhofsgebäude. 

Bis voraussichtlich 21. August wird die Firma P+S Pflaster- und Straßenbau GmbH aus Wülknitz die Bahnhofstraße zwischen Herrmannstraße und dem ersten Wendeplatz im Bereich des Bahnhofsgebäudes instand setzen. Fast 300.000 Euro kostet das Ganze. 

Es ist nicht die einzige Baustelle, die Großenhain in diesen Tagen bewegt. Schulen und Kindertagesstätten nutzen die Sommerferien zu teils umfangreichen Arbeiten. In Zabeltitz und Skassa sind aktuelle Arbeiten im Zuge des Breitbandausbaus, verbunden zum Teil mit Vollsperrungen, im Gange.

Schon etwas länger wird auf der Markusstraße gebuddelt - hier geht es um neue Kanäle. Und für die Kalkreuther Straße in Rostig ist gleich im Anschluss an den Cottbuser Bahnhof das Aufbringen einer neuen Deckschicht vorgesehen.

Mehr lokale Nachrichten aus Großenhain lesen Sie hier.

Mehr zum Thema Großenhain