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Kein Winterdienst bei zugeparkten Straßen

Der Bauhof der Stadt ist für einen Wintereinbruch gerüstet. Allerdings werden längst nicht alle Straßen geräumt.

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Bereit für den Winter: Bürgermeister Markus Renner (r.) und Bauhof-Chef Steffen Petrich.
Bereit für den Winter: Bürgermeister Markus Renner (r.) und Bauhof-Chef Steffen Petrich. © Claudia Hübschmann

Meißen. Der Winter kann kommen, die Stadt Meißen ist mit ihrem Winterdienst darauf vorbereitet. Das teilt die Stadtverwaltung mit. Der Bereitschaftsdienst des Bauhofes begann am 15. November und endet im Normalfall am 20. März. Bei winterlichen Bedingungen sind zwischen 4 und 20 Uhr zwei Fahrzeuge vom Typ Unimog und zwei vom Typ Multicar jeweils mit Feuchtsalzstreuer und Schneepflug für das Meißner Straßennetz sowie ein Fahrzeug mit Splittstreuer für die Gehwege an städtischen Liegenschaften, Parkanlagen und auf Brücken im Einsatz. Es stehen 375 Tonnen Auftausalz und 16 Tonnen Splitt zur Verfügung.

Die täglichen aktuellen Vorhersagen des Deutschen Wetterdienstes für das Gebiet Elbtalniederung und Stadtgebiet Meißen würden zur Einsatzplanung herangezogen. Die Tourenpläne sind so aufgebaut, dass gefährliche, wichtige und unübersichtliche Stellen sowie die Busstrecken zuerst befahrbar sind, bevor das Nebenstraßennetz mit den Multicars bedient wird. 

Damit soll gewährleistet werden, dass die Einwohner auf öffentliche Verkehrsmittel ausweichen können. Es sei nicht möglich, dass bei einsetzender winterlicher Witterung die Einsatzfahrzeuge zur gleichen Zeit an allen Orten auf einmal sein könnten. Träten extreme Witterungseinflüsse wie Blitzeis auf, so greife ein Prioritätenplan, der mindestens gewährleiste, dass die wichtigsten Verkehrsadern wie der Plossen, der Busbahnhof oder die Zufahrt Krankenhaus befahrbar blieben.

Wenn durch starke Schneeverwehungen die Verbindungsstraße von der B 101 nach Dobritz nicht freigehalten werden könne, werde diese Straße für Fahrzeuge aller Art gesperrt. Für die Anwohner sei eine Zufahrt vom Buschbad zum Dobritzer Berg möglich. 

Um den Winterdienst durchführen zu können, sei an der Sonnenleite und an der Mönchlehne in bestimmten Bereichen von November bis März Parken nicht erlaubt, so dass die Einsatzfahrzeuge bei Schnee- oder Eisglätte ungehindert durch die schmalen Straße durchfahren könnten. Werde das Parkverbot nicht beachtet, gäbe es dort keinen Winterdienst. An den Straßen mit einer Gefährdung durch Schneeverwehungen werden insgesamt 775 Meter Schneezäune aufgestellt.

Die Verwaltung weist die Grundstückseigentümer auf ihre Räum- und Streupflicht hin. Dabei sei der Schnee nicht auf die Straße zu schieben, sondern auf der Bordsteinkante des Gehweges abzulagern. Als Unterstützung für Anwohner und Autofahrer stünden an 69 Stellen 102 Streukisten bereit, die regelmäßig aufgefüllt würden. 

Der Bauhof führt den Winterdienst auf 86 Kilometern Haupt- und Nebenstraßennetz sowie auf neun Kilometern Gehwegen durch. Es besteht ein Vertrag mit der Meißner Niederlassung der Lucia GmbH für den Winterdienst an 159 Bushaltestellen inklusive Busbahnhof und drei Kilometer Gehwege und Treppenanlagen. Für die Schneeberäumung werden im Bedarfsfall drei Firmen beauftragt. (SZ)

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