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Weißwasser

Keine Aufträge für Rohner Gerätehaus

Bis auf den Trockenbau liegen die Preise über dem Limit, bis zu dem der Technische Ausschuss entscheiden darf. Jetzt ist der Gemeinderat Schleife am Zuge.

Der Rohbau des Gerätehauses in Rohne nimmt Gestalt an. Im Juni wird der Gemeinderat Schleife dafür weitere Aufträge vergeben.
Der Rohbau des Gerätehauses in Rohne nimmt Gestalt an. Im Juni wird der Gemeinderat Schleife dafür weitere Aufträge vergeben. © Constanze Knappe

Der Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Rohne geht voran. Der Rohbau ist schon sehr gut sichtbar. In der nächsten Woche kommt die Zwischendecke drauf. Nach Stand der Dinge soll das Objekt mit zwei Stellplätzen bis Jahresende fertig sein. Allerdings befürchten Baufirmen, dass es wegen Corona zu Lieferengpässen kommt.

Einstimmig hat der Technische Ausschuss des Gemeinderats Schleife in seiner Sitzung am Donnerstag den Auftrag für das Los 5 vergeben. Für die Trockenbauarbeiten hatten sechs Firmen ihre Angebote abgegeben – mit einer Preisspanne zwischen 43.000 und 60.000 Euro, wobei die ersten drei Bieter dicht beieinanderlagen. Eine Firma musste wegen einer unzulässigen Änderung im Angebot ausgeschlossen werden. Das preiswerteste Angebot in Höhe von 40.233 Euro reichte die Firma Ausbau Kati Franke aus dem Boxberger Ortsteil Uhyst ein. Sie erhielt auch den Zuschlag.

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Eigentlich sollte der Technische Ausschuss noch weitere Aufträge für den Neubau des Gerätehauses vergeben. So hatte es jedenfalls die Tagesordnung vorgesehen. Doch alle Preise überschreiten das Limit von 50.000 Euro, weshalb die Entscheidungsbefugnis in diesem Falle nicht mehr beim Ausschuss liegt. Die Beschlüsse wird deshalb der Gemeinderat Schleife in seiner Juni-Sitzung fassen. 

Dabei geht es beispielsweise um Putzarbeiten und Fassade, wofür in der Ausschreibung drei Angebote zwischen 121.400 und 138.100 Euro vorliegen. Das Los beinhaltet nach Aussage von Bauamtsleiter Steffen Seidlich den Innenputz und das Aufbringen von Estrich. Außerdem soll die Fassade teilweise verklinkert werden. Für das Los 4/Bauelemente hatten sich ebenfalls drei Bieter beworben – mit Preisen zwischen 68.000 und 69.500 Euro. Das günstigste Angebot kam von der Firma Sergon aus Schleife. Zwar durfte der Ausschuss dafür noch nicht den Zuschlag erteilen, doch wird der Gemeinderat sicher der Empfehlung des Planungsbüros zu der Vergabe folgen. „Das freut mich besonders, dass jemand aus der Gemeinde zum Zuge kommt“, so der Bauamtsleiter.

Für die Elektroarbeiten hatten ebenfalls drei Firmen geboten – zwischen 63.700 und 69.600 Euro. Ein Angebot ging nicht in die Wertung ein, da es per Mail geschickt wurde. Jedoch durften laut der Ausschreibung nur schriftliche Angebote und obendrein in verschlossenem Umschlag eingereicht werden, damit die Preise nicht vor der Submission (Angebotseröffnung) zu sehen sind. Denn das sei verboten, so Steffen Seidlich. Wie er erklärte, werde „über kurz oder lang die elektronische Vergabe mit Angeboten in digitalisierter Form möglich sein“. Aber auch dann werden die Preise erst zur Submission freigeschaltet.

Die drei Angebote für Heizung, Lüftung und Sanitärtechnik bewegen sich zwischen 111.000 und 142.000 Euro. Der preiswerteste Bieter ist eine erst seit 2019 bestehende Firma aus Rohne – ein Ein-Mann-Betrieb. In der nächsten Woche soll es mit dem Bieter ein Informationsgespräch geben. Denn einerseits habe die Gemeinde kein Geld zu verschenken, andererseits müsse aber gesichert sein, dass die Firma in der Lage ist, den Auftrag im Zeitplan abzuarbeiten. „Ich fände es schade, wenn es daran scheitert, dass es ein Ein-Mann-Betrieb ist. Es wäre also wichtig, dass er sich fachlich versierte Zeitarbeiter holt“, so Steffen Seidlich. Über den Ausgang des Gesprächs wird er selbstverständlich den Gemeinderat informieren.

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