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Keine Ermäßigung für Behinderte

Rollstuhlfahrer erheben berechtigte Kritik am Eintritt zur Messe WIR in Kamenz.

Von Ina Förster

Die Messe WIR 2014 lief am Wochenende in der Lessingstadt. Neben einigem Lob gab es kritische Stimmen. Auch am Lesertelefon beschäftigten uns letztere nochmals. Familie Sunder aus dem Haselbachtal war zu Gast auf der Kreisschau. „Schwerbeschädigte müssen vollen Eintritt bezahlen. Studenten und Schüler bekommen aber eine Ermäßigung auf den Eintritt. Wir sind betroffen und haben es schon vor Jahren angesprochen. Auch am Wochenende wieder bei der Messeleitung“, sagen sie. Die Antwort folgte prompt und befriedigte keinesfalls: „Wir sollen am Freitag die Messe besuchen, da würde ja gar kein Eintritt verlangt. Dass freitags freier Eintritt ist, finden wir gut. Aber am Freitag finden keine Veranstaltungen statt“, so die Sunders. „Wer sagt jedoch, dass Schwerbeschädigte sich nicht auch am Sonnabend oder Sonntag Konzerte und Kultur ansehen wollen? So kommt es ein bisschen herüber, als ob Menschen mit Schwerbeschädigtenausweis nicht an den anderen Tagen der Messe erwünscht sind“, sagen sie verärgert. Weiterhin sei der Shuttle-Fahrplan so eng gestaltet, dass der Übergang vom Bus zur Städtebahn von nur fünf Minuten für Menschen mit Hilfsmittel ein Problem darstellt. „Aber wir möchten auch loben: Wir danken dem Sicherheitsdienst, der uns mit dem Rollstuhl herein- und hinausgelassen hat sowie der netten Toilettenbetreuerin“, so Familie Sunder.

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Die Dresdner City-Apotheken bieten mehr, als nur Medikamente zu verkaufen. Das hat auch mit besonderen Erfahrungen zu tun. Was, wenn Sonntagmorgen plötzlich der Kopf dröhnt oder die Jüngste Läuse mit nach Hause gebracht hat?

Offen aus der Vorwoche war die Antwort auf eine Frage von Erika Hermann aus Kamenz. Der leidenschaftlichen Radlerin ging es um den Radwegbau zwischen Milstrich und Schiedel. Denn hinter Milstrich bricht die Trasse plötzlich ab. Erika Hermann verwies auf die Gefährlichkeit der Strecke für Radfahrer, zumal auch Kinder auf der S 95 unterwegs seien. Der Radweg müsse dringend fortgeführt werden. Die Antworten aus dem Landesamt für Straßenbau und Verkehr Dresden sind äußerst knapp. Warum es nicht vorangeht, bleibt offen. Auch die Aussichten sind vage. Fest steht, dass weiter am Radweg gebaut werden soll, aber mehr auch nicht: „Wir sind hier in einer sehr frühen Planungsphase, die seriös keine Auskünfte über weitere Schritte erlaubt“, heißt es.

Weitere Anrufe gingen gestern am Lesertelefon ein. Über Vandalismus auf der Hutbergbühne, einen wütenden Schwan am Tuchmacherteich, Müll in Liebegast und diverse Beschilderung in Kamenz lesen Sie mehr in den nächsten Ausgaben.