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Keine Fördergelder für die Sanierung der Weißenberger Sporthalle

Das Parkett ist dringend zu sanieren. Die Verletzungsgefahr groß. Doch gebaut werden kann immer noch nicht.

Von Kerstin Fiedler

Noch sind Ferien. Doch schon am Montag wird es auch wieder Sportunterricht an den beiden Weißenberger Schulen geben. Dass der in der Sporthalle zurzeit nur eingeschränkt möglich ist, darauf machte jetzt Stadtrat Klaus Klinner in der jüngsten Ratssitzung aufmerksam. Die Verletzungsgefahr auf dem Sportboden ist groß. Klinner ist gleichzeitig Vorsitzender des TSV Weißenberg/Gröditz. Gemeinsam mit der Stadt hat der Sportverein schon seit Jahren die Sanierung der Sporthalle im Blick. Doch in diesem Jahr stoppt das Vorhaben.

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Gesamtprojekt beibehalten

Der Zustand des Hallenbodens hat sich seit August 2012 weiter verschlechtert. Zu dem Zeitpunkt berichtete die SZ erstmals über den schlechten Zustand. Damals bestand die Hoffnung, dass der Förderantrag über rund 300 000 Euro für die Sanierung des Hallenbodens, der Prallwände und der Hallendecke positiv befürwortet wird. Doch nun ist der Oktober zu Ende, und eine Antwort von der Förderbank SAB fehlt immer noch. Auch vom Landessportbund bekam Klaus Klinner keine Aussage.

Stadtkämmerer Andreas Eßlinger kennt das Problem gut. Auch er ist davon ausgegangen, dass die Förderbank nach der Antragstellung reagiert. „Doch erst, als wir noch einmal nachgefragt haben, erfuhren wir, dass das Gesamtprojekt in diesem Jahr nicht gefördert wird“, sagt Andreas Eßlinger. Angeboten wurde eine abgespeckte Variante, wobei der Fußboden und die Prallwände saniert werden könnten. 125 000 Euro veranschlagte Planer Bernd Bämsch dafür. Hier gab die Verwaltung aber zu bedenken, dass dann viel Geld eingeplant werden müsste, um den Fußboden für die weitere Sanierung der Decke und die Umstellung der Heizung zu schützen. Das sollte der Stadtrat bedenken.

Planer Bernd Bämsch wird nun die Vorgaben noch einmal überarbeiten und im Stadtrat vorstellen. Andreas Eßlinger hofft, dass dann 2014 für die Gesamtlösung auch wirklich das Fördergeld kommt. „Der Anteil der Stadt bleibt bestehen“, sagt er. Keine klare Lösung hat die Verwaltung derzeit für den Fall, dass die Nutzung der Halle durch den Schulsport tatsächlich nicht mehr möglich ist, weil sich das Parkett weiter anhebt und löst. „Es geht ja nicht nur um den Schulsport. Auch der Sportverein nutzt die Halle ja intensiv“, sagt Eßlinger. Sicher könnten einige Sportarten auch im Schützenhaus stattfinden, und auch der Sport der Grundschule könnte im Winter dort abgesichert werden. Aber noch habe man sich da keine Gedanken gemacht.

Außensanierung muss auch warten

Dass die Sporthalle ein Gemeinschaftsprojekt von Stadt und Sportverein wurde, hängt mit der Zeit der Haushaltssicherung der Stadt zusammen. Deshalb trat der Sportverein als Antragsteller für die Fördermittel auf, weil die Stadt wegen der Haushaltslage keine bekam. Zwischen 2006 und 2008 wurden so bereits die Sanitäranlagen und ein Gang saniert. Nun ist aber dringend der Innenbereich dran. Doch in diesem Jahr wird definitiv nichts mehr passieren. Im nächsten Jahr wollen Stadt und Sportverein aber darauf drängen. Schließlich müsste danach auch noch die Außenhaut in Ordnung gebracht werden, um Energiekosten zu sparen.