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Keine Corona-Neuinfektion in Mittelsachsen

Die Lage scheint sich zu stabilisieren. Darauf richtet sich die Helios-Klinik Leisnig nun ein. Entwarnung bedeutet das aber nicht, so der Ärztliche Direktor.

Symbolbild
Symbolbild © Cdc/ZUMA Wire/dpa

Mittelsachsen. Die Zahl der an Covid-19 Erkrankten stagniert im Landkreis Mittelsachsen. Am Dienstag sind vom Gesundheitsamt keine neuen Infektionen gemeldet worden.. Das teilte Kreissprecher André Kaiser mit. 222 Corona-Patienten waren bis Ostermontag registriert, 67 davon im Raum Döbeln.

Die erste Meldung an das Gesundheitsamt Mittelsachsen war am 13. März erfolgt: Zwei Frauen aus dem Raum Freiberg hatten sich mit dem Virus SARS-CoV-2 infiziert. Seitdem kamen täglich neue Fälle hinzu. Am Dienstag zum ersten Mal keine.

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Im Helios-Krankenhaus in Leisnig spiegelt sich die stagnierende Zahl der Corona-Neuerkrankungen wider. Insgesamt vier Patienten mit einer nachgewiesenen Infektion wurden am Dienstag nach Ostern in der Klinik behandelt: drei davon auf der Intensivstation, einer auf der Isolierstation.

 Dabei handelt es sich bei den Patienten nicht um die ersten, die mit der neuartigen Lungenerkrankung aufgenommen worden sind. Laut Dr. René Schwarz, dem ärztlichen Direktor, haben Patienten die Klinik inzwischen schon wieder verlassen, andere sind dazugekommen.

Wie er sagte, wird Helios in Leisnig wie alle sächsischen Kliniken in dieser Woche überlegen, wie ein Mittelweg zwischen der in den letzten Wochen vorherrschenden Krisensituation und dem normalen Klinik-Alltag gefunden werden kann. Der befürchtete Ansturm auf die Intensivbetten, auf den sich auch das Leisniger Team vorbereitet hatte, sei ausgeblieben.

 „Deshalb werden wir darüber beraten, in welchem Umfang wir wieder andere Patienten aufnehmen und behandeln können“, sagte René Schwarz am Dienstagnachmittag. In den vergangenen Wochen hatte sich die Helios-Klinik in Leisnig daran gehalten und geplante, aufschiebbare Operationen ausgesetzt, um die Plätze auf der Intensivstation für Corona-Infizierte freizuhalten.

Reserven für diese Patienten will sich die Klinik in Leisnig aber offenlassen. Der ärztliche Direktor rechnet damit, dass die Zahl der Neuerkrankungen steigen dürfte, wenn sich die Bundes- und Landesregierung im Laufe der Woche zu Lockerungen der Verordnung zur Eindämmung der Pandemie entschließen.

Infektionen in Arztpraxen

Auf eine Anfrage von sächsische.de nach Infektionen in einer Hausarztpraxis in der Region Döbeln bestätigte Kreissprecher André Kaiser, dass es auch positive Tests in mittelsächsischen Arztpraxen gebe. In Mittelsachsen wären, Stand 6. April, drei Praxen betroffen gewesen.

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 „Wenn Ärzte selbst betroffen sind, dann müssen sie in Quarantäne. Wenn Ärzte Kontakt mit Erkrankten hatten, erteilt das Gesundheitsamt zum Beispiel die Auflage, nur mit Mundschutz zu arbeiten bzw. zusätzliche Testungen durchzuführen“, so Kaiser.

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