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Görlitz

Tierheim-Warnung zu Weihnachten hatte Erfolg

Eine Fellnase unterm Weihnachtsbaum - davor warnt Peter Vater seit Jahren. Jetzt zieht er eine erste Bilanz.

Tieheimchef Peter Vater hält den Kater Max.
Tieheimchef Peter Vater hält den Kater Max. © nikolaischmidt.de

Der Leiter des Görlitzer Tierheims "Krambambuli" ist derzeit etwas verschnupft. Aber nicht wegen der Tiere, die ins Tierheim kommen.

Eine Erkältung mit einem kräftigen Schnupfen hat den Mann erwischt. Trotzdem ist er im Tierheim vor Ort. Denn das Personal für die Betreuung der rund 60 Hunde und 120 Katzen und etlicher Kleintiere wie Meerschweinchen, Vögel, Kaninchen und Hamster ist knapp. 

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Im grünen Herzen des waldreichen Landschaftsschutzgebietes Oberlausitzer Bergland sprudelt ein ganz besonderer Schatz: Oppacher Mineralwasser, das überall dort zu Hause ist, wo Menschen ihre Heimat genießen.

Jetzt, so kurz nach Weihnachten und dem Jahreswechsel, ist die Zahl der Bewohner im Tierheim nicht mehr als sonst auch angestiegen.  Der Tierheim-Chef ist ganz froh darüber, dass seine Warnung gefruchtet hat: Die Leute sollen keine Tiere als Geschenk unter den Weihnachtsbaum legen, hatte er immer wieder betont. "Bis jetzt ist noch kein Tier bei uns gelandet, das ein Weihnachtsgeschenk war", sagt Peter Vater. "Zumindest ist keins der gefundenen oder abgegebenen Tiere als solches zu identifizieren oder als Geschenk zuzuordnen", sagt er. 

Peter Vater, der auch Vorsitzender des Tierschutzvereins ist, hat mit der Zeit genügend Erfahrung gewonnen, um zu erkennen, ob ein Vierbeiner ein Weihnachtsgeschenk war. "Offenbar gehen die Menschen sehr bewusst damit um, wenn sie sich ein Tier anschaffen möchten oder eins als Geschenk machen wollen", vermutet der Tierschützer.

Jeden Monat 12 bis 13 neue Hunde

Jeden Monat nimmt das Tierheim Görlitz etwa zwölf, 13 Hunde und zwischen 15 und 20 Katzen auf. "Die werden gefunden oder abgegeben", erklärt der Tierheimleiter. Zurzeit seien es besonders Katzen, die aufgegriffen werden. Erklären kann sich Peter Vater das nicht. Etwa die gleiche Zahl der vierbeinigen Fellträger findet in jedem Monat ein neues, schönes Zuhause. Gern würde Peter Vater noch mehr Tiere in  ein solches vermitteln. 

Denn das Tierheim sollte - wenn überhaupt -  immer nur eine kurze Zwischenstation im Leben eines Tieres sein. Und schließlich kostet die Betreuung der Tiere viel Geld. Geld, das das Tierheim zu wenig hat.  Zu wenig, um genügend Fachpersonal für die Tierbetreuung einzustellen. Zu wenig, um größere Vorhaben zu realisieren. Das Tierheim ist zu großen Teilen auf Spenden angewiesen.

Dieses Jahr wird der Zaun gebaut

Dennoch muss das Tierheim investieren - dieses Jahr in einen neuen Zaun. "Der alte Maschendrahtzaun ist 27 Jahre alt, an manchen Stellen durchgeschnitten, weil irgendwelche Leute unbefugter Weise auf dem Grundstück herumspazierten", berichtet Peter Vater. Auch deswegen werden die Hundezwinger nachts zugeschlossen.

Weitere Verbesserungen sollen in diesem Jahr an den Zwingern passieren. Auch dafür werden Spenden verwendet und weitere benötigt.

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