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Keine Zeit, den Schulpreis zu feiern

Die Pestalozzischule wird vom Freistaat ausgezeichnet. Doch andere Dinge haben zunächst Vorrang.

Führt den Gewinn des Schulpreises auf die langjährige Arbeit von Lehrern und außerschulischen Partnern zurück: Pestalozzi-Schulleiter André Pohlenz.
Führt den Gewinn des Schulpreises auf die langjährige Arbeit von Lehrern und außerschulischen Partnern zurück: Pestalozzi-Schulleiter André Pohlenz. © Claudia Hübschmann

Meißen. Erst die Prüfungen, dann das Vergnügen. Pestalozzi-Schulleiter André Pohlenz und seine Kollegen stecken mitten im Prüfungsstress. Trotzdem ist dem Direktor die Freude über die frohe Kunde am Telefon anzumerken. Beim diesjährigen sächsischen Schulpreis hat die Pesta einen Sonderpreis für Interkulturalität erhalten. Einige Schüler mögen aufgrund der Corona-Auflagen und des Schuljahres-Endspurts noch gar nicht davon erfahren haben. Im Juli soll das bei einem Besuch von Oberbürgermeister Olaf Raschke (parteilos) nach Möglichkeit nachgeholt werden.

Doch was verbirgt sich hinter dem sperrigen Begriff Interkulturalität? "Die meisten denken dabei wahrscheinlich an die Integration von Schülern mit Migrationshintergrund", sagt Pohlenz. An der Pestalozzi-Schule werde das Konzept deutlich weiter gefasst. Dazu gehörten zum Beispiel auch die alljährlichen Fahrten nach Polen und England. Er merke immer wieder, wie diese Reisen die Schüler voranbringen, wie ihnen die neuen Eindrücke einen regelrechten Schub geben. Dabei sei der Aufwand für die Organisation dieser Fahrten hoch. So eine Tradition aufzubauen und am Leben zu erhalten, bedeute sehr viel Arbeit. Gerade jetzt während der Corona-Krise ist es aus seiner Sicht wichtig, solche Dinge nicht einschlafen zu lassen.

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"Tatsächlich wird Interkulturalität bei uns schon seit Jahren ganz selbstverständlich gelebt", sagt der Schulleiter. Schüler mit Migrationshintergrund sind überall im Schulalltag mit dabei und werden nicht separiert. Als wichtiger Partner helfe dabei die Diakonie mit ihrer Mitarbeiterin Kerstin Grimmer. Vom Landkreis hat die Diakonie die Sozialarbeit mit Geflüchteten übertragen bekommen.

Genau diese täglich und seit vielen Jahren nachhaltig geübte Praxis hat die Juroren in Dresden überzeugt. Der Kuratoriumsvorsitzende Peter Daetz teilte anlässlich der Preisverleihung mit: "Im gesamten Schulleben werden nicht nur alle Schüler und Schülerinnen und Lehrkräfte eingebunden, sondern auch in außerordentlichem Maße die Eltern und viele Kooperationspartner aus der Region."

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