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Wo Politik auf Kuhstall trifft

In Kemnitz kamen die Freien Demokraten zum Hofbesuch. Von ihnen erhoffen sich die Bauern mehr Gehör für ihre Sicht der Dinge - so abwegig ist das nicht.

Von zwei Politikern der FDP und einem Pressefotografen lassen sich die Kühe nicht aus der Ruhe bringen: Die Bundestagsabgeordneten Torsten Herbst (links) und Gero Hocker im Kemnitzer Stall.
Von zwei Politikern der FDP und einem Pressefotografen lassen sich die Kühe nicht aus der Ruhe bringen: Die Bundestagsabgeordneten Torsten Herbst (links) und Gero Hocker im Kemnitzer Stall. © Rafael Sampedro/foto-sampedro.de

Politik muss auch mal im Kuhstall eine Nase nehmen, um richtige Entscheidungen zu treffen. So sieht es der Kemnitzer Landwirt Hagen Stark, aktives Mitglied der Gruppe "Land schafft Verbindung". Deshalb hat er den agrarpolitischen Sprecher der FDP, den niedersächsischen Bundestagsabgeordneten Gero Hocker in die Oberlausitz auf seinen Hof eingeladen. Sein sächsischer Parteikollege aus dem Bundestag, Torsten Herbst, nutzte die Chance auf einen Vor-Ort-Termin ebenfalls. 

Warum ausgerechnet eine eher kleine Oppositionspartei? Aus zwei Gründen erklärt Stark: Zum einen habe sich bei der Thüringen-Wahl vor wenigen Monaten gezeigt, dass Landwirte verstärkt FDP gewählt haben, hier also offenbar eine Verbindung sehen. Zum anderen habe man bisher vergeblich versucht, die Bundeslandwirtschaftsministerin in den Osten zu locken. "Dann fangen wir eben mal mit der Opposition an", sagt Hagen Stark.

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FDP-Bundestagsabgeordneter Gero Hocker (links), Hofbesitzer Hagen Stark (dritter von links) und neben ihm der sächsische FDP-Abgeordnete Torsten Herbst beim Hof-Gespräch in Kemnitz.
FDP-Bundestagsabgeordneter Gero Hocker (links), Hofbesitzer Hagen Stark (dritter von links) und neben ihm der sächsische FDP-Abgeordnete Torsten Herbst beim Hof-Gespräch in Kemnitz. © Rafael Sampedro/foto-sampedro.de

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Gero Hocker ist übrigens trotz seiner niedersächsischen Heimat mit der Oberlausitz verbunden. Er hat familiäre Verbindungen nach Horka bei Niesky. "Deshalb ist er auch immer wieder in der Region und kennt sich gut aus", sagt Stark. Die Sorgen und Nöte der Bauern in Ostsachsen glauben die Landwirte deshalb bei ihm verständlich machen zu können. Neben einer Betriebsbesichtigung trafen sich die Freien Demokraten noch zu einer Gesprächsrunde mit Landwirten. Kernthemen waren dabei unter anderem die oft beklagte "Bauern-Hetze", der sogenannte Green Deal der EU und auch die Düngeverordnung, skizzierte Hagen Stark.

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