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Kemnitzer unter Top Ten der Treckertreffen

Die Zehn zieht sich in diesem Jahr durch das 10. Kemnitzer Traktorentreffen wie ein roter Faden. Das hat Wolfgang Eichler recherchiert: „Als vor zehn Jahren begonnen wurde, standen 50 Traktoren auf dem Platz.

Von Cornelia Mai

Die Zehn zieht sich in diesem Jahr durch das 10. Kemnitzer Traktorentreffen wie ein roter Faden. Das hat Wolfgang Eichler recherchiert: „Als vor zehn Jahren begonnen wurde, standen 50 Traktoren auf dem Platz. Heute sind es zehnmal so viele.“ Außerdem – und darauf sei man besonders stolz – würde das Kemnitzer Traktorentreffen inzwischen zu den zehn größten seiner Art in Deutschland zählen, sagt Eichler. Der Kemnitzer gehört zwar nicht zu den Initiatoren dieser einmaligen Schau von Oldtimer-Traktoren und historischer Landtechnik im ostsächsischen Raum. Seit dem zweiten Treffen ist aber auch er dabei. Was sie alle miteinander vereint – „Geburtshelfer“ und später hinzugekommene Vereinsmitglieder – ist die Begeisterung für die Technik. „An den alten Maschinen kann man noch richtig schön schrauben und basteln“, erzählt Johannes Fritsche. Ersatzteile finde man bei anderen Maschinen – nach dem Motto aus drei mach zwei – oder bekäme sie von Polen oder Holländern, die sehr viel kopieren oder auch gesondert anfertigen würden.

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Johannes Fritsche hatte das Treffen einst mit weiteren Enthusiasten aus der Taufe gehoben. Es sei eine ganz spontane Idee gewesen. Jens Fischer bestätigt das: „Der Kemnitzer Reitverein, dem ich auch angehöre, hatte damals immer nur am Sonntag sein Reitturnier. Das Festzelt stand bereits auf dem Platz. Am Sonnabend passierte dort aber nichts.“ Das hätten die Technikbegeisterten für sich genutzt. Drei Jahre lang habe man das Treffen gemeinsam mit dem Reitverein veranstaltet. „Innerhalb von zwei Monaten haben wir das erste Treffen damals durch Aushänge, Handzettel, Mundpropaganda und eine Veröffentlichung in der SZ auf die Beine gestellt“, erinnert sich Fritsche. Der Textilmeister hatte schon damals anders als weitere Mitstreiter mehr als nur einen Oldtimer-Traktor in der Scheune stehen. Seit Jahren hatte er die historische Landtechnik zum Teil vom Straßenrand weg geborgen und wieder aufpoliert. Beim ersten Treffen in Kemnitz konnte er sie nun endlich einmal öffentlich zeigen.

Und genau dieser Hintergrund sei das Erfolgsrezept für die Treffen, die seit dem vierten Mal in Eigenregie der Kemnitzer Treckerfreunde stattfinden, erzählt Wolfgang Eichler. Jeder Aussteller lege seinen ganzen Ehrgeiz übers Jahr in die Instandsetzung der Maschinen, um sie dann öffentlich präsentieren zu können.

Mindestens 30Jahre alt sollten die Ausstellungsstücke sein, sagen die Vereinsmitglieder, die in diesem Jahr auch erstmals zwei tschechische Aussteller erwarten. Übrigens gehe der Trend immer mehr weg vom Traktor als Solisten und dafür hin zur kompletten historischen Landtechnik, die auch alte Kartoffelschleudern, Dreschmaschinen und Mähbinder umfasst. „Wir legen Wert auf das Komplettprogramm“, sagt Wolfgang Eichler. Deshalb auch gehört die Vorführung der alten Technik zum Programm. Ob damit in diesem Jahr allerdings auch die Ernte demonstriert werden kann, hänge noch bis zuletzt vom Wetter ab.

www.kemnitzer-treckerfreunde.de