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Kfz-Krach bei Innung

Dresden. Beschäftigte des Kraftfahrzeughandwerks haben gestern in Dresden und Chemnitz mit einem Autokorso und Sternfahrten gegen den Stillstand in der Tarifrunde protestiert. In beiden Städten hätten...

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Dresden. Beschäftigte des Kraftfahrzeughandwerks haben gestern in Dresden und Chemnitz mit einem Autokorso und Sternfahrten gegen den Stillstand in der Tarifrunde protestiert. In beiden Städten hätten sich jeweils etwa 50 Fahrzeuge an den Fahrten zum Sitz der Innungen beteiligt, sagte Thomas Steinhäuser von der Industriegewerkschaft (IG) Metall.

Vertreter der mehr als 260 Innungsbetriebe in und um Dresden übergaben dem Innungschef Peter Gaida eine erneute Verhandlungsaufforderung. In der Nacht hatten Gewerkschafter symbolisch den Zugang zur Kfz-Innung mit Kartons zugemauert. Gaida wollte sich zur SZ nicht äußern. Da sich der Landesverband des ostdeutschen Kfz-Gewerbes im Dezember 2004 mittels Satzungsänderung als Tarifvertragspartei verabschiedet und zudem die Verträge gekündigt hatte, müssen nun die regionalen Innungen verhandeln. Dem verweigern sich die Dresdner laut IG Metall seit Februar dieses Jahres.

Die Gewerkschaft verlangt rückwirkend zum 1. April 3,5 Prozent mehr Lohn und dass alle Verträge gültig bleiben. In Sachsen hat die gebeutelte Branche rund 20 000 Beschäftigte. (SZ/mr/dpa)