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Kinderleseuni ist für Hochschulperle des Jahres nominiert

Etwa 1 000 Kinder behandeln jährlich ein literarisches Thema an der TU. Im März geht es um „Bunte Vögel, schräge Typen“.

Von Juliane Richter

Für das Studium muss man nicht zwingend volljährig sein. Auch die ganz Kleinen zieht es schon in den Hörsaal, um gebannt einer Vorlesung zu lauschen. Beweis dafür ist die Kinderleseuniversität der TU Dresden. Seit der ersten Auflage im Jahr 2010 kamen mehr als 4 500 Schulkinder an die TU, um Vorlesungen und Kinderseminare zu besuchen. Die Schüler der zweiten bis fünften Klassen werden dabei stets von rund 30 Lehramtsstudenten betreut.

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Wenn die Ferne ruft

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In diesem März reagiert die Kinderleseuni, die sich immer literarischen Themen widmet, auf die aktuellen Ereignisse in Dresden. Laut Projektleiterin Nicole Berg wird das Thema „Bunte Vögel, schräge Typen“ besprochen. „Dabei geht es um Akzeptanz und Toleranz in der Kinderliteratur, zum Beispiel bei Pippi Langstrumpf“, sagt Berg. Im vergangenen Jahr standen Krimis mit allem Spannenden rund um Detektive und deren Arbeitsmethoden auf dem Programm. Die Kinderleseuni ist bei den Schulen dermaßen beliebt, dass die 1 000 Plätze für März schon lange vergeben sind. Drei Viertel der Anfragen konnten laut Berg nicht angenommen werden.

Für die pädagogische Arbeit mit den Kindern ist das Projekt nun für die Hochschulperle des Jahres 2014 nominiert. Dabei konkurrieren die Dresdner mit elf anderen Projekten aus ganz Deutschland. Jurastudenten in Halle-Wittenberg lernen zum Beispiel an echten Fällen und leisten dabei eine Art kostenlose Rechtsberatung für Asylsuchende. In Leipzig versuchen angehende Mediziner, den Krankenhausalltag mit Humor menschlicher zu gestalten. Und in Berlin helfen Mentoren jungen Eltern oder jenen, die Verwandte pflegen müssen, bei der Organisation des Studiums. Als Preisgeld für die Auszeichnung winken 3 000 Euro. „Das Geld würde uns sehr helfen, unser Angebot auch in den nächsten Jahren aufrechtzuerhalten“, sagt Berg. Mithilfe einer Onlineabstimmung wird der Sieger ermittelt. Noch bis zum 26. Januar kann jeder seine Stimme für eines der Projekte abgeben.

www.hochschulperle.de

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