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Kinderleseverein hat eigenes Domizil

Der Kiesel e.V. hat für den Jungenleseclub die ideale Lösung gefunden. So soll Kindern auch schulisch geholfen werden.

Von Ivonne Wistuba

Der Kiesel e.V. hat jetzt eigene Räume in der Braunsdorfer Straße 125 in Gorbitz. Damit kann der Verein benachteiligte Kinder noch besser fördern. Bislang hatte er keine feste Anlaufstelle und arbeitete hauptsächlich vor Ort und in der 135. Grundschule. Die neuen Räume werden vor allem als Jungenleseclub genutzt.

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Bereits seit der Gründung im Oktober 2010 suchte der Verein nach einem passenden Domizil. „Das war aber schwierig“, erläutert Vorsitzende Siegrid Hering, die auch als Schulmediatorin aktiv ist. „Wir kamen zunächst bei der Volkssolidarität und danach im Kinder-, Jugend- und Familienzentrum Tanne unter“, sagt sie. Doch das waren keine Dauerlösungen für das Raumproblem. 2012 endete die Suche vorübergehend, als dem Verein in der 135. Grundschule ein kleines Zimmer zur Verfügung gestellt wurde.

Als der Kiesel e.V. im Dezember 2012 den Familienherz-Preis einer Krankenkasse gewann, änderte sich die Lage. Erstmals konnte sich der Verein dadurch wichtige Lernutensilien leisten. Zudem sponserte der Großvermieter Gagfah die Jahreskaltmiete für einen Gewerberaum. Den fanden die Mitglieder nun in der Braunsdorfer Straße. Die Nebenkosten werden ebenfalls für ein Jahr über Spenden finanziert.

„Im Leseclub sollen Jungen unterstützt werden, da sie meist kein Interesse an Büchern haben. Deshalb können sie meist schlecht lesen und schreiben“, erklärt Siegrid Hering. Vor allem Männer arbeiten vor Ort, da den Jungen oftmals eine Vaterfigur fehlt. Sogar das Lesematerial ist nach den Interessen von Jungen ausgewählt. „Wenn man Kinder frühzeitig unterstützt, kann man verhindern, dass das Kind ganz in den Brunnen fällt“, sagt die Vereinschefin. Die Schulmediatorin hofft, dass der Verein die Räume länger als ein Jahr finanzieren kann. „Unterstützer sind gern gesehen“, sagt die Vereinsmitbegründerin.