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Frühjahrs-Kälber im Tiergarten

Jungtiere sind derzeit die Attraktion in Höckendorf. Die Tierschau lockt mit einem unschlagbaren Angebot.

Von Franz Herz

Die Besucher des Tiergartens in Höckendorf können sich in diesen Wochen auf die Höhepunkte im Jahr freuen. „Dann bekommen die Schafe und Ziegen ihre Jungen“, sagt Lars Furkert. Er ist seit diesem Jahr der Vorsitzende des Vereins Tiergarten Höckendorfer Heide. Diese Woche erwarten die Jakobsschafe ihren Nachwuchs. Der Volksmund nennt diese Rasse auch Vierhorn-Schafe, wie Siegmar Börner weiß. Er betreut die Tiere.

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Wenige Wochen sind die Kälber im Tiergarten Höckendorf alt und wohl derzeit die possierlichsten Tiere dort. Bald bekommen die Jungtier Gesellschaft von kleinen Lämmern und Zicklein, die noch geboren werden. Foto: Egbert Kamprath
Wenige Wochen sind die Kälber im Tiergarten Höckendorf alt und wohl derzeit die possierlichsten Tiere dort. Bald bekommen die Jungtier Gesellschaft von kleinen Lämmern und Zicklein, die noch geboren werden. Foto: Egbert Kamprath

In Höckendorf sind auch Osterlämmer zu sehen. Wenig später können sich die Besucher auf kleine Zicklein freuen. Die Thüringer-Wald-Ziege ist ebenfalls hochträchtig.Später wird noch erwartet, dass die Nandus zu brüten anfangen und Alpakas Junge bekommen. Sie sind schon lange trächtig, aber hier trägt ein Weibchen elf Monate, ehe die Jungen zur Welt kommen.

Zwei Kälbchen stehen jetzt schon mit ihren Müttern im Gatter. Das kleine ist vor sechs Wochen zur Welt gekommen, das größere schon im vergangenen Herbst. Sie gehören zur Rasse der schwarzbunten Niederungsrinder. Das ist eine alte Haustierrasse, die aber vom Aussterben bedroht ist. Deswegen haben die Höckendorfer diese Tiere mit in ihre Schau aufgenommen. „Früher standen solche Kühe auch bei uns in den Ställen“, erzählt Börner.

Es war ein sogenanntes Zweinutzungsrind. Es hat sowohl ordentlich Milch gegeben als auch Fleisch. Und kleinere Bauern, die sich keine Pferde leisten konnten, haben die Kühe sogar noch vor ihren Wagen gespannt. Heute konzentriert sich die Landwirtschaft entweder auf Milchkühe oder auf Fleischrinder. Deswegen sind Rassen wie das Niederungsrind in Gefahr. Mit diesen seltenen Tieren ist der Tiergarten Höckendorf eine Attraktion vor allem für Tagesausflügler. „Wir hören das immer wieder, dass unsere Kombination mit Tiergarten, Spielplatz, kostenlosen Parkplätzen und der Gastronomie auf dem Höckendorfer Markt vor allem bei Familien sehr gut ankommt“, sagt Furkert.

Er will als neuer Vorsitzender des Tiergartenvereins dieses bewährte Konzept weiterführen. „Das Besondere bei uns ist ja, dass die Besucher sich das alles kostenlos ansehen können.“ Der Verein trägt den Tiergarten und bekommt dafür aber eine finanzielle Unterstützung von der Gemeinde Höckendorf. Dieses Jahr ist geplant, eine Heuscheune am Tiergarten zu errichten. Für die Materialkosten dafür hat die Gemeinde einen Zuschuss von 4 000 Euro eingeplant. Die Arbeit übernehmen Mitglieder des Gewerbevereins und vom Tiergartenverein selbst.

So engagiert sich der ganze Ort dafür, dass Höckendorf den Tiergarten als Attraktion für Besucher behält. „So etwas haben andere Dörfer nicht zu bieten, und zu uns kommen Familien von weither bis aus Freital und Dresden“, freut sich Furkert über den guten Zuspruch.