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Kirche ist schuld am freien Tag

Wochenende, freie Tage. Und diesmal noch mit einem Zuschlag: Pfingstmontag. Das ist toll. Und schuld daran sind die Christen. An einem jüdischen Pfingstfest entstand in Jerusalem die erste christliche Gemeinde.

Von Werner Waltsgott

Wochenende, freie Tage. Und diesmal noch mit einem Zuschlag: Pfingstmontag. Das ist toll. Und schuld daran sind die Christen.

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An einem jüdischen Pfingstfest entstand in Jerusalem die erste christliche Gemeinde. Das ist inzwischen lange her. Vor etwa 2000 Jahren fing alles an mit einer eher kleinen und mutlosen Gruppe von Menschen. Diese hatten zwar viel Wunderbares erlebt mit Jesus. Aber der war jetzt nicht mehr da. Und der Alltag war eher trist und mühsam.

Doch dann wurde es auf einmal anders: Sie spürten einen neuen Geist in sich. Sie waren sich sicher: Das kommt nicht aus uns selbst. Dieser Geist ist uns von Gott geschenkt, Heiliger Geist. Auf einmal waren sie im wahrsten Sinne des Wortes begeistert. Sie hatten neue Hoffnung und Lebensmut. Sie hatten Mut, von ihrem Glauben zu reden. Und Mut, anders zu leben als die meisten Menschen um sie herum.

Die ersten Reaktionen auf dieses Auftreten waren sehr unterschiedlich. Spott, Verachtung auf der einen Seite, Neugier und ehrliches Interesse auf der anderen. Schließlich ließen sich gar nicht so wenige taufen. Auf einmal gab es eine christliche Gemeinde. Seitdem feiert die Kirche zu Pfingsten ihren Geburtstag, zwei Tage lang.

Freilich, der christliche Hintergrund von Pfingsten ist heute vielen nicht mehr bekannt. Dass es um den Geburtstag der Kirche geht – das ist nicht mehr Allgemeinwissen.

Viele genießen einfach die freien Tage oder den Frühling. Was tun?

Gelegentlich habe ich da schon recht radikale Vorschläge gehört. Alle, denen der christliche Hintergrund solcher Feiertage nicht mehr wichtig ist, die sollten doch zum Beispiel Pfingstmontag arbeiten gehen. Klingt logisch – aber ich sehe das anders. Zum einen sind die Feiertage immer wieder eine gute Gelegenheit, an den christlichen Ursprung vieler Feste zu erinnern.

Vor allem aber denke ich: Es ist doch schön, dass Christen vor langer Zeit etwas eingeführt haben, das auch heute noch vielen zugute kommt? Wir haben einen zusätzlichen Tag mit Zeit für gemeinsame Ausflüge oder Besuche. Und wenn wir uns Zeit nehmen füreinander oder für Gottes Schöpfung, dann tut das unserem Leben gut.

Also, liebe Leserin, lieber Leser, wenn Sie am Montag nicht arbeiten müssen, dann sagen Sie doch mal den Christen in Ihrer Nachbarschaft dafür Danke. Die werden staunen! Und bei dieser Gelegenheit können Sie Ihren christlichen Nachbarn oder Freunden gleich noch zum Geburtstag der Kirche gratulieren.

Was immer Ihnen dazu noch einfällt – ich wünsche Ihnen begeisternde Pfingsttage!