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Kirche spendet für Flüchtlingskinder

Dank einer Initiative aus der Vorweihnachtszeit erhalten 25 Schüler der Curie-Schule jetzt neue Füller.

© Carmen Schumann

Von Carmen Schumann

Die gesunde Drittelstunde

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Was für deutsche Kinder eine Selbstverständlichkeit ist, kann für Kinder von Asylbewerbern zum Problem werden. Eine Grundausstattung für den Schulbesuch ist nicht billig. Aber auch Flüchtlingskinder sollen und müssen die Schule besuchen. Der kleine Mahmut, ein Kosovo-Albaner, hat bis zu seiner Ankunft in Bautzen noch nie einen Stift in der Hand gehalten.

Dieser Tage bekam er, ebenso wie 24 weitere Flüchtlingskinder, die an der Curie-Grundschule in Bautzen unterrichtet werden, ein bunt verpacktes Geschenkpäckchen, dessen wichtigster Inhalt ein Füller war. Die Spende der Bautzener evangelischen St.-Petri-Kirchgemeinde überbrachte Stefan Jakschik. Die Idee dazu hatte er vom Round Table Dresden, einem Serviceclub mit deutschlandweit rund 3 500 Mitgliedern mitgebracht. „Wir haben in der Vorweihnachtszeit in der Maria-undMartha-Kirche einen Wunschbaum aufgestellt“, sagt Stefan Jakschik. Vorher hatten sich die Initiatoren in der Asylbewerberunterkunft im Spreehotel erkundigt, was die Kinder dort am dringendsten benötigen. Dies wurde auf Kärtchen geschrieben, die am Wunschbaum befestigt wurden.

70 solcher Kärtchen kamen zusammen, von denen sich die Mitglieder der Kirchgemeinde jeweils eines mit nach Hause nahmen. Dem notierten Wunsch entsprechend besorgten die evangelischen Christen dann die jeweiligen Geschenke. Die Schulkinder hatten alle nur diesen einen wichtigen Wunsch: einen Füller. Die Spender füllten die Päckchen jedoch nicht nur mit dem Schreibgerät, sondern auch mit Süßigkeiten. Gudrun Greif, die an der Curie-Schule Deutsch als Zweitsprache unterrichtet, und Schulleiterin Heidi Schönwälder sind sehr froh über die Spende, denn die gewährleistet, dass die Flüchtlingskinder ordentlich mitarbeiten können. Sehr froh ist die Schulleiterin zudem über eine Spende der Oberlausitz-Kliniken, die es ermöglicht, allen neuen Schülern ein Starterpaket zur Verfügung zu stellen.

An der Curie-Grundschule lernen zurzeit 25 Flüchtlingskinder. Und es kommen laufend neue hinzu. Um sich auf diese Gegebenheiten einzustellen, besucht Heidi Schönwälder zusammen mit einer weiteren Kollegin einen allwöchentlichen Qualifizierungskurs in Chemnitz.

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