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Kirchglocken schweben in luftiger Höhe

Dippoldiswalde. Ein Kran hievte gestern die drei neuen Glocken zum Turm der Stadtkirche hinauf.

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Von Franziska Günther

Staunend blickten gestern etwa 60 Zuschauer vom Dippoldiswalder Kirchplatz aus gen Himmel. Nacheinander hob ein 30 Meter hoher Kran erst die drei neuen Bronzeglocken in den Turm der Stadtkirche und anschließend die Trageachsen des Geläuts.

Sehr aufmerksam verfolgte auch Zimmermann Reinhard Grimmer vom Boden aus das Ereignis. Er ist der Chef der Zimmerei Grimmer aus Mulda und damit zuständig für den Bau des Glockenstuhls sowie das Abnehmen und Aufziehen der Glocken. „Wir haben schon vieles in die Höhe gehoben, aber die Kirchenglocken sind auch für uns eine Premiere“, sagte er. Vom Kirchturm aus lotsten seine Mitarbeiter über Funk den Kranfahrer, der die gewichtigen Glocken in die Höhe hob. Fünf Handwerker waren am Aufziehen der Glocken beteiligt.

Dieses Jahrhundertereignis wollte auch der Dippser Rolf Siebert miterleben. „Nicht vielen Menschen bietet sich die Gelegenheit, beim Aufziehen von Kirchglocken einmal dabei zu sein“, sagte er begeistert und zückte seinen Fotoapparat, um das seltene Schauspiel im Bild festzuhalten.

Ein solches Spektakel, wie es die Dippser gestern erlebten, wird es in der Tat in der Stadt so schnell nicht wieder geben. Bronzeglocken erreichen eine Lebensdauer von 300 Jahren und mehr. Die Weihe der Glocken übernehmen am 16. März, dem Sonntag vor Ostern, drei Pfarrer des Kirchspiels Dippoldiswalde-Schmiedeberg.