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Sebnitz

Fährt dieser Bus bald im Kirnitzschtal?

Anwohner, Vermieter und Gastwirte oberhalb des Tales kramen alte Ideen hervor, verpacken sie neu und könnten Erfolg haben. Wenn es gewollt ist.

In Dresden sind bereits solche Elektrobusse im Einsatz. Die gibt es auch in kleineren Ausführungen.
In Dresden sind bereits solche Elektrobusse im Einsatz. Die gibt es auch in kleineren Ausführungen. © DVB

Derzeit arbeiten Experten des Ingenieurbüros VKT Verkehrsplanung Dresden an einer Machbarkeitsstudie zur Verlängerung der Kirnitzschtalbahn. Und das in beiden Richtungen: Auf der einen Seite vom Nationalparkbahnhof Bad Schandau kommend, hat man jetzt auf der anderen Seite offenbar nicht nur eine Verlängerung bis zur Neumannmühle wie ursprünglich geplant, sondern bis Hinterhermsdorf mit im Blick. 

Die  Anwohner in den Dörfern oberhalb des Tales haben damit eine schon etwas ältere Idee hervorgeholt, die bereits in der damals noch eigenständigen Gemeinde Kirnitzschtal  ein Thema war. Neu ist, mit eine Modellregion anzustreben, in der verschiedene Verkehrsmittel ökologisch und naturverträglich eingesetzt werden können. Eins davon wären Elektrobusse.

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Die Busse könnten, so die Ideen einiger Anwohner, zum einen vom Nationalparkbahnhof Bad Schandau bis zum Depot der Kirnitzschtalbahn fahren. Und zum anderen könnten sie ab Lichtenhainer Wasserfall bis nach Hinterhermsdorf, Saupsdorf, Ottendorf rollen. In den drei Sebnitzer Ortsteilen gibt ausreichend Parkplatzkapazitäten. Diese wurden damals gebaut, um das Kirnitzschtal zu entlasten. 

Allerdings stehen viele der Parkflächen leer, weil für Wanderer die Wege ins Tal ganz einfach zu weit sind. Mit einem Elektrobus, der einen Rundkurs fahren könnte, wäre die Anbindung an das Tal schneller möglich. Und schnell und kostengünstig ist ein weiteres Stichwort, das einige der Anwohner bewegt. 

Sollte die Kirnitzschtalbahn tatsächlich verlängert werden, würde der Prozess sicherlich bis zu fünf Jahre dauern, davon gehen die Verkehrsplaner zumindest aus. Elektrobusse könnten zeitlich schneller eingesetzt werden. Ein Verbundticket könnte für die Nutzer entwickelt und auch die Gästecard mit eingesetzt werden. 

Namentlich wollen die Ideengeber leider nicht an die Öffentlichkeit. Diskussionsstoff bieten die Ideen aber allemal. Zumal, davon gehen die Anwohner aus, sie sich schnell umsetzen lassen. Noch dazu wäre kein Eingriff in die Natur notwendig.

Voraussetzung sei jedoch ein Pendelbus, der stündlich unterwegs ist.  Damit würde, so sagen sie, das Kirnitzschtal vom Fahrverkehr entlastet und die Parkplätze oberhalb des Tales könnten besser genutzt werden. Ob solche Ideen, möglicherweise auch als Übergangslösung, zugelassen und diskutiert werden, müssten in diesem Fall wohl die Städte Sebnitz und Bad Schandau entscheiden. Eine Antwort auf die Anfrage von Sächsische.de dazu steht noch aus. 

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update: 11.3., 11.45 Uhr: Der Sebnitzer Oberbürgermeister Mike Ruckh (CDU) bestätigt, dass es bereits vor einigen Jahren Pläne für einen Bus-Rundkurs mit dem Kirnitzschtal und den Dörfern oberhalb des Tales geben hat. Darüber hinaus ist es auch Thema der Arbeitsgemeinschaft Kirnitzschtal. In dieser wurden bereits Möglichkeiten erörtert. Auch mit Blick auf die Machbarkeitsstudie zur Verlängerung der Kirnitzschtalbahn  bleibt es ein Thema. Saechsiche.de wird ebenfalls dran bleiben.