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Niesky

Kita-Abriss bis Ende des Jahres

Anstelle des leerstehenden Gebäudes in der Rothenburger Martin-Ulbrich-Straße wird etwas anderes gebaut. „Wir warten jeden Tag auf den Bescheid“, sagt die Bürgermeisterin.

Bürgermeisterin Heike Böhm an den Säulen am Noeser Eingang zum Stadtpark
Bürgermeisterin Heike Böhm an den Säulen am Noeser Eingang zum Stadtpark © SZ-Archiv / André Schulze

Auch wenn die Aufnahme des Projektes in das „Kleine-Städte-Programm“ des Freistaates noch nicht abgeschlossen ist, geht man in Rothenburg von der Förderung des Abrisses aus. „Wir warten jeden Tag auf den Bescheid“, sagt Bürgermeisterin Heike Böhm. Ende Januar hatte die Stadt den Antrag zusammen mit Niesky als Partnerkommune gestellt. „Die Zusage ist Voraussetzung dafür, weitere Fördermittel zu beantragen. Außerdem können wir dann mit der Bauleitplanung beginnen.“ Wenn es denn zur Aufnahme in das KSP-Programm komme, sei eine Förderung von 66 Prozent möglich, so die Rathauschefin. Den Abriss des Gebäudes wolle man bis Ende des Jahres erledigen – als ersten Schritt auf dem Weg zum neuen Bürgerzentrum.

Bausubstanz wird untersucht

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Ob es zuvor Untersuchungen der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises geben wird, steht indes noch nicht fest. Laut Heike Böhm bekomme die Behörde Kenntnis vom geplanten Abriss zeitgleich mit dem Antrag der Stadt an die Baubehörde, den früheren Kindergarten beseitigen zu dürfen. Dass die Naturschützer in alten Gemäuern immer wieder fündig werden, zeigt ein Blick hinüber zur ehemaligen Mittelschule in der Jahnstraße. Dort waren seltene Vögel und Fledermäuse festgestellt worden. Die Folge waren strenge Auflagen. Im Verlauf des Abbruchs hatten die Bauleute zudem noch Gummigranulat in den Zwischendecken entdeckt. Die daraufhin festgelegte Materialtrennung hatte den Abriss verzögert und teurer gemacht. Um bei dem alten Kindergarten in der Martin-Ulbrich-Straße nicht ebenfalls eine böse Überraschung zu erleben, sind Untersuchungen zur Bausubstanz fest eingeplant. Art und Umfang müssten allerdings noch festgelegt werden, erklärt die Bürgermeisterin.

Das Gebäude war 1984 errichtet worden und wurde bis 1993 als Kita genutzt. Zwischen 1993 und 95 führte eine private Bildungseinrichtung hier Schulungen durch. Danach stand es bis heute leer. Im vergangenen Jahr konnte die Stadt Rothenburg Haus und Grundstück erwerben.

Das benachbarte Areal des früheren Edeka-Marktes wird nicht in die geplante Baumaßnahme mit einbezogen, weil das Kindergartengelände ausreichend für das neue Bürgerzentrum ist. Außerdem befindet sich die Fläche derzeit in Privatbesitz, auf den die Kommune keinen Zugriff hat.

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