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Kita-Bau in Strehlen verzögert sich

Die Christuskirchgemeinde plant eine Kita. Nun gibt es Probleme mit dem Baugrund.

Von Nora Domschke

Verspäteter Baustart für die Kita in Strehlen: Ursprünglich sollten im Mai die Bagger auf dem Gelände an der Christuskirche anrücken, doch daraus wird nun vorerst nichts. Das teilt Pfarrer Friedrich Christoph Ilgner auf Nachfrage mit. Grund für die Verzögerungen ist der Untergrund des Baugeländes. „Dort wurden jetzt ehemalige Kalkbrüche entdeckt“, so Ilgner. Bis vor etwa 120 Jahren wurde in dem Bereich sogenannter sächsischer Pläner in einer Kalkgrube abgebaut. Das Gestein wurde auch für den Bau der Leubnitzer Kirche benutzt.

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Durch den Fund der Kalkgrube haben sich die Planungen nun erheblich verschoben, so Ilgner. „Es war zwar bekannt, dass es den Steinbruch gab“, sagt der Pfarrer. „Aber man wusste nicht, wo genau.“ Deshalb war die Überraschung groß, dass er sich direkt unterhalb des künftigen Kita-Geländes befindet. Damit der Neubau sicher steht, mussten jetzt mehrere, sieben Meter tiefe Bohrungen gemacht werden. Das Ergebnis: Der Untergrund muss stabilisiert werden. Dafür wird er mit speziellem Kies verdichtet. Damit steigen nun auch die Baukosten für die Kirchgemeinde. Wie hoch die zusätzliche Summe sein wird, konnte Ilgner allerdings noch nicht sagen.

Allein in den Neubau investiert die Strehlener Christuskirchgemeinde etwa 1,4 Millionen Euro. Der beste Entwurf wurde in einem Architekturwettbewerb ermittelt. Den Zuschlag bekam das Striesener Büro AWB Architekten. Architekt Werner Bauer will dabei möglichst wenig Fläche bebauen. Zudem soll der Lärm der nahen Güterzüge so gut es geht abgefangen werden. Für insgesamt 84 Kinder wird der Neubau Platz bieten, Ende des Jahres sollten sie dort einziehen. Doch das wird sich nun verschieben. Pfarrer Ilgner rechnet damit, dass der Bau im August beginnen könnte. Eltern, die ihre Kinder schon anmelden wollen, vertröstet er auf Anfang 2015.