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Kita in Gersdorf im Frühjahr fertig

Die Bürgermeisterin der Gemeinde Haselbachtal, Margit Boden, tritt am 8. März erneut zur Wahl an. Es gibt noch viele Projekte umzusetzen.

© René Plaul

Ina Förster

Großes Glück kann so klein sein

Hellwach oder im lieblichen Schlummer zeigen sich die süßen Babys. In unserer Themenwelt Stars im Strampler gibt es den Nachwuchs zu sehen.

Frau Boden, eigentlich wollten wir an dieser Stelle einen normalen Jahresrück und -ausblick wagen. Nun überschlagen sich die Ereignisse vor Ort aber. Wie ist die aktuelle Lage?

Der Gemeinderat und ich sind nach wie vor der Meinung, dass die geplante Asylbewerberunterkunft in der alten Häslicher Schule völlig ungeeignet ist. Derzeit befinden wir uns in Gesprächen mit dem Landratsamt. Wir wissen auch, dass wir uns dem Thema Asyl in Zukunft nicht verschließen können. Doch nicht in einem Gebäude, in welchem die einfachsten Brand- und Baubestimmungen nicht erfüllt sind! Wir werden sehr kritisch hinschauen, wie sich der Umbau des Privatvermieters gestaltet. Auch wenn wir keinen Einfluss nehmen können. Wir wollen aber die besten Bedingungen für alle Beteiligten. Das schließt Anwohner wie eventuelle Asylbewerber nicht aus. Derzeit arbeitet man an einem Termin, bei dem nochmals alle Betroffenen, das Landratsamt, Landtagsabgeordnete sowie die Gemeinde an einen Tisch kommen. Hier sollen dann Fragen zum Betreiber- sowie Sicherheitskonzept endlich konkreter beantwortet werden.

Das Thema wird das Haselbachtal weiter beschäftigen. Aber der Alltag geht auch weiter. Was ist für 2015 geplant?

Ja, man muss dringend zur Tagesordnung zurückkommen. Das geht gar nicht anders. Wir haben uns beispielsweise 2014 intensiv mit dem Thema Hochwasserschutz befasst und doch erst drei bis vier Maßnahmen abgearbeitet. Hier sind wieder Projekte geplant. An der Veilchenstraße in Gersdorf steht die Sanierung der Ufermauer an. Die Steindeckerbrücke im Park soll gebaut werden, auch am Sportplatzweg in Möhrsdorf sind Ausbesserungen vorgesehen und der Durchlass an der Gräfenhainer Straße in Reichenau wird gemacht. Eine direkte Fließwasserberäumung ist in allen Gewässern zweiter Ordnung vorgesehen. Allein hier sieht man, dass es viel zu tun gibt …

Wie sieht es bei der Sanierung der Kita Gersdorf aus? Geht der Plan auf?

Das können wir mit gutem Gewissen bejahen. Der energetische Umbau begann ja bereits im letzten Sommer. Für Ende April, Anfang Mai 2015 haben wir die Wiedereröffnung geplant. Noch wird ein neuer Name für die Kita gesucht. Dieser soll sich ein bisschen an unseren Gemeindenamen anlehnen. In Bischheim haben wir ja die „Haselmäuse“. Mal schauen, was bei der Suche herauskommt. Wir werden in den kommenden Jahren alle Kraft und Finanzen in unsere drei Kitas stecken. Die Sanierung der Reichenbacher steht ja noch aus. Wir hatten 2014 zwar keine Geburtensteigerung, aber halten uns stabil im oberen Bereich. Da muss man vorausschauend sein.

Wie man hört, sind die letzten Tage der Bischheimer Turnhalle aber gezählt …

Das ist richtig. Wir haben uns die Entscheidung für einen Abriss nicht leicht gemacht. Dieser kostet immerhin auch 120000 Euro, davon werden allerdings 90 Prozent gefördert. Die alte Turnhalle war nicht zu retten und eine energetische Sanierung – die heutzutage gefordert wird – hätte mehr gekostet als ein Neubau.

Und wie sieht es 2015 im Feuerwehrbereich aus?

Die Wehr Reichenau bekommt dieses Jahr ein neues, aber gebrauchtes Löschfahrzeug. Hier investiert die Gemeinde 50 000 Euro. Es soll bald geliefert werden. Dann ist nur noch ein Fahrzeug für Reichenbach offen. Im Bedarfsplan 2016 steht es bereits.

Ein schönes Gerücht ist das vom neuen Altenpflegeheim am Park Bischheim. Wie viel Wahrheit ist daran?

Viel! Wir freuen uns, dass die Pläne eines Pulsnitzer Betreibers nun endlich konkret werden. Die Vorgespräche zum Erwerb des Grundstückes haben länger gedauert als erwartet, da noch Fragen zum Denkmalsschutz beispielsweise geklärt werden mussten. Aber nun steht es fest: Anstelle des früheren Schlosses bekommt Bischheim ein Altenpflegeheim in ähnlicher Optik. Laufen die Vorbereitungen gut an, könnte der Bau noch 2015 beginnen. Und dann behalten wir vielleicht wieder unsere alten Mitbürger im Ort, die bis jetzt weit weg in andere Heime umziehen mussten.

Schon am 8. März wählt das Haselbachtal seinen neuen Bürgermeister.Treten Sie wieder an?

Ja, ich trete wieder an. Es gilt, viele angefangene Projekte zu beenden. Und gerade in der derzeitigen, etwas schwierigen Situation möchte ich mich einbringen. Unser Haselbachtal soll sich weiterentwickeln. Dazu möchte ich alle Bürger mitnehmen, alle Probleme gemeinsam auszudiskutieren. 2015 wird ein bewegtes Jahr fürs Haselbachtal.

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