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Der Kindergarten am Rande der Stadt

Heidenaus Bauhofleute bekommen Nachbarn, die ihnen beim Arbeiten zugucken. Und der Kita-Neubau wird noch so einiges durcheinanderwirbeln.

Drei Gebäudeteile und zwei Häuschen mit Ausguck: Der neue Heidenauer Kindergarten.
Drei Gebäudeteile und zwei Häuschen mit Ausguck: Der neue Heidenauer Kindergarten. © JOE Ingenieure GmbH Dresden

Es war einmal ein Fußballplatz, in zwei Jahren kann dort wieder Fußball gespielt werden. Noch ist es eine etwas wild bewachsene Fläche, doch im Juli 2022 soll an der Heidenauer Weststraße der neue Kindergarten öffnen. 

Am Dienstag gab es für seinen Bau offiziell das Geld. Für insgesamt knapp acht Millionen Euro, wovon Heidenau rund 5,6 Millionen Euro selbst bezahlt, entstehen 174 Plätze. Das Landratsamt hat die Briefmarke für die Post gespart, doch sich ansonsten nicht lumpen lassen und deshalb am Dienstag sogar den Landrat und die zuständige Mitarbeiterin nach Heidenau geschickt, um symbolisch die 200.000 Euro zu übergeben. Bund und Land waren nicht da, von ihnen kommen zusammen 2,2 Millionen Euro.

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Zwei Männer und ein Kindergarten: Landrat Michael Geisler (r.) und Heidenaus Bürgermeister Jürgen Opitz (beide CDU).
Zwei Männer und ein Kindergarten: Landrat Michael Geisler (r.) und Heidenaus Bürgermeister Jürgen Opitz (beide CDU). © Daniel Schäfer

Der Kindergarten befindet sich - noch - am Rande der Stadt. Doch durch die geplanten Bebauungen an der Breitscheid- und der Sporbitzer Straße rückt er mitten in die Stadt, sagt Bürgermeister Jürgen Opitz (CDU). Der Standort hat auch den Vorteil, dass das Grundstück in städtischem Eigentum ist. Genau wie der benachbarte Bauhof. 

Dessen Mitarbeiter werden künftig beobachtet. Zum Kindergarten gehören nämlich auch zwei Holzhäuschen mit Ausguck. Vielleicht ist es ja auch Nachwuchsgewinnung. Der Bauhof hatte einen Teil des ehemaligen Sportplatzes als Lager genutzt und hätte gern noch mehr Platz gehabt. 

Lösung für Gärtner und Straße

Die schmale Weststraße zur Einbahnstraße zu machen, ist inzwischen vom Tisch. Die Straße bleibt in beide Richtungen befahrbar, wird jedoch im Bereich der Kita verbreitert. Die Kleingärtner müssen dabei nicht bangen. Ihre Flächen werden nicht angegriffen, sagt die Stadt. Außerdem entstehen dort 38 Parkplätze für Eltern. Hinzu kommen sieben auf dem Grundstück für die Mitarbeiter.

Kompliziert werden aus Sicht von Opitz noch die Verhandlungen mit dem Landesamt für Straßenbau und Verkehr. Bei denen geht es einerseits um die Kreuzung Weststraße/S172 und andererseits um das Verlegen der Fußgängerampel an der Schokoladen-Manufaktur in Richtung der Kreuzung. Noch wird eine Lösung gesucht, die allen Verkehrsteilnehmern und den örtlichen Gegebenheiten entspricht.

Der neue Kindergarten in Zahlen

  • Er hat 174 Plätze. Davon 120 für Kinder ab drei Jahre, 54 für unter Dreijährige.
  • Die Gesamtfläche beträgt 3.110 Quadratmeter. Das sind rechnerisch für jedes Kind knapp 18 Quadratmeter.
  • Zum Spielen draußen hat jedes große Kind reichlich 23 und jedes kleines Kind 30 Quadratmeter zur Verfügung. Das liegt weiter über den Forderungen von jeweils zehn Quadratmeter pro Kind.
  • Das sternenförmige Gebäude ist an der höchsten Stelle, dem Atrium mit dem Glasdach, 13,5 Meter hoch. Die drei Flügel sind zwischen 23,7 und 25,8 Meter lang.
  • Verbaut werden unter anderem 80 Innen- und 36 Außentüren sowie 76 Fenster. Die Maler müssen rund 7.900 Quadratmeter im Inneren streichen.

Die neue Kita ist ein Ersatz für die Kunterbunt-Einrichtung an der Werner-Seelenbinder-Straße. Ersatz bedeutet, sie soll auch einen neuen Namen bekommen. Über den wird zu gegebener Zeit mit den Kindern, Eltern und Erziehern entschieden. Der nächste Schritt zur neuen Kita ist nun erst einmal am 28. September der erste Spatenstich. Für die Grundsteinlegung gibt es bereits eine Idee. So wie zum Beispiel beim Anbau ans Gymnasium soll eine Zeitkapsel mit aktuellen Dokumenten ins Fundament eingelassen werden. Diesmal auch mit von den Kunterbunt-Kindern gemalten Bildern. 

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