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Kita „Herrmannstift“: Auf dem „Pfad der Sinne“ die Natur kennenlernen

Erzieher, Eltern und viele Helfer haben den Garten zur Kindertagesstättenaturnah umgestaltet.

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Von Verena Mann

Die Christliche Kindertagesstätte Herrmannstift war 2008 eine von über 200 Kindereinrichtungen Sachsens, die sich am Kindergartenwettbewerb „Unser Kindergarten - ein Garten für alle Sinne“ beteiligten. Gemeinsam stellten sich Kinder, Eltern und das Erzieherinnen-Team der Aufgabe, den nur 450 Quadratmeter großen Garten so umzugestalten, dass er sich im Einklang mit der Natur bestens zum Spielen und Lernen eignet.

Lieblingsplatz im Insektenhaus

Jetzt ist er fast fertig. Und schon schwärmen Mädchen und Jungen von ihren Lieblingsplätzen. Nadine steht auf die Spielgerätegruppe mit dem Kletterhaus, Thomas und Paul mögen den Tunnelgang aus Weidenzweigen, Lucas liebt das Insektenhaus und kennt sich bereits gut mit Spinnen, Bienen, Marienkäfern und Feuerkäfern aus. „Durch die Neugestaltung des Gartens haben sich einfach viel mehr Nutzungsmöglichkeiten aufgetan“, sagt Verena Schreier, die als Erzieherin mit für dieses Projekt verantwortlich ist. Allein durch das Aufschütten des Hanges an der Seite zur Geschwister-Scholl-Straße hin hätten sich viele neue Gestaltungsmöglichkeiten eröffnet. Der Pfad der Sinne, auf der Krone des Hanges sei dafür nur ein Beispiel. In den einzelnen Wegabschnitten können die Kinder Materialien, wie zum Beispiel Kies, Zapfen oder Rindenmulch unter ihren Füßen oder den Händen spüren. Unermüdlich haben sich zahlreiche Eltern für den Garten der Sinne eingesetzt und mit viel Fleiß, vor allem im Herbst vorigen Jahres, Erdarbeiten ausgeführt, die Palisaden für die Befestigung des Hanges gesetzt und auch Beerengehölze gepflanzt. In rund 170 Stunden haben Eltern und auch einige andere ehrenamtliche Helfer, beispielsweise vom Kirchenvorstand, sich für unseren neuen Garten eingesetzt. Ihr Bemühen wurde in der ersten Wettbewerbsetappe mit 1000 Euro Preisgeld belohnt. Mit weiteren Spendengeldern wurden unter anderem Pflanzen und Sträucher gekauft.

Unergründbare Geheimnisse

Im Leitbild der Christlichen Kindertagestätte sind die Grundsätze der Arbeit klar definiert. Im Punkt 3 heißt es: Die Kinder entdecken, achten und erkennen die Welt um sich herum als Gottes gute Schöpfung. Sie stoßen auf Geheimnisse die nicht ergründbar sind. „Mit dem Garten der Sinne können wir den Mädchen und Jungen sehr gut vermitteln, das Pflanzen und Tiere, genauso wie auch wir Menschen, ein Teil von Gottes Schöpfung sind“, bringt es Frau Schreier auf den Punkt und freut sich zusammen mit den Helfern über die Lebenslust der Kinder, die den Garten längst mit Freude erobert haben.