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Wie die alten Kita-Möbel Armen helfen

Der Altbau des Kindergartens in Oppach wird abgerissen. Das Inventar erfüllt aber noch einen guten Zweck. Und für Oppacher Eltern gibt's eine Erleichterung.

Der Altbau der Kita "Pfiffikus" in Oppach wird entkernt und abgerissen.
Der Altbau der Kita "Pfiffikus" in Oppach wird entkernt und abgerissen. © Rafael Sampedro

Die Fassadenverkleidung ist schon ab, jetzt wird das gesamte Haus entkernt. Alles kommt raus aus dem alten Kindergarten in Oppach. Bis Ende August soll dann auch die Hülle abgerissen werden. 

Die Gemeinde Oppach hat gleich nebenan auf dem großen Gelände eine neue Kindertagesstätte gebaut. Sie war Ende 2019 in Betrieb genommen worden. Der Bau, der bis dahin die Oppacher Kinder über Jahrzehnte beherbergte, wird nicht mehr gebraucht. Der DDR-Zweckbau stammt aus den frühen 1970er Jahren. 

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Bevor er gänzlich abgerissen wird, haben aber andere noch etwas davon. Die Gemeinde hatte die gebrauchten Möbel abgegeben. "Wir haben natürlich auch einiges mit in die neue Kita genommen, aber auch Neues angeschafft", so Bürgermeisterin Sylvia Hölzel (parteilos). Was übrig blieb, haben andere Einrichtungen gegen einen kleinen Obolus kaufen können. Aber auch Privatleute haben das Angebot genutzt. 

Der Verein "Kinder brauchen unsere Hilfe" - kurz Kibuh - hat außerdem vieles aus dem alten Gebäude ausgebaut, vor allem von der Sanitäreinrichtung. Die Sachen bringt der Verein in osteuropäische Länder, stattet dort Kinder- und Pflegeeinrichtungen damit aus. Seit 2003 gibt es den Verein, der ursprünglich in Köln gegründet wurde. In der Region gibt es einen Ableger. Der nächste Transport mit den Hilfsgütern aus Oppach wird wahrscheinlich erst nächstes Jahr stattfinden können, so Frau Hölzel. Dann aber werden die Vereinsmitglieder die Sachen persönlich hinbringen und auch vor Ort mit aufbauen. "Der Verein muss dokumentieren, wo die Sachen hingehen", sagt die Bürgermeisterin. So werde sichergestellt, dass sie auch wirklich Bedürftigen zugute kommen.

Parkplatzproblem wird beseitigt

Mit dem Abriss wird auch ein allmorgendliches Verkehrsproblem an der Kita gelöst: Die Abbruchfläche kann künftig als Parkplatz genutzt werden - mit barrierefreiem Zugang zur Kita. Denn die Kita hat ihre Intergrativ-Plätze, also Plätze für Kinder mit Behinderungen, aufgestockt auf fünf. "Aktuell geht es sehr eng zu, wenn am Morgen viele Eltern gleichzeitig ihre Kinder bringen", schildert die Bürgermeisterin die Situation vor Ort. Die Parkmöglichkeiten am Kita-Gelände sind bisher begrenzt. Da wird es also in Zukunft Entspannung geben. Und damit kann auch der benachbarte Bolzplatz dann wieder dafür benutzt werden, wofür er eigentlich gedacht ist: zum Kicken und Bolzen für die Kinder und Jugendlichen aus dem Ort. Bisher wurde er wegen des Platzmangels oft als Parkfläche benutzt. 

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247.000 Euro sind für den Abriss des Kindergarten-Altbaus veranschlagt, 158.000 Euro für den neuen Parkplatz. Finanzielle Unterstützung erhält die Gemeinde dafür aus dem Förderprogramm "Vitale Dorfkerne". 

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