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Kita Regenbogen hat eigenes Ferienlager

Der freie Kindergarten "Regenbogen" in Bannewitz hat jetzt ein eigenes Erholungscamp.

Die Kindergarten-Leitung des freien Kitas Regenbogen: Kathrin Dienst und Ulrich Poller.
Die Kindergarten-Leitung des freien Kitas Regenbogen: Kathrin Dienst und Ulrich Poller. © Andreas Weihs

Im Kindergarten an der Gerlinger Straße in Bannewitz war schon immer alles etwas anders als "gewöhnlich". Jetzt hat der freie Träger des Kindergartens "Regenbogen" eine neue Idee umgesetzt. Die beiden Inhaber Kathrin Dienst und Ulrich Poller kauften ein Stück Land in Bernsdorf, in der Lausitz nahe der Stadt Hoyerswerda.

Dort soll am 1. August das "Regenbogen-Ferienlager" eröffnen, sagt Kathrin Dienst: "Es ist so zu sagen das Haus am See", lacht sie. "Etwa 500 Quadratmeter groß ist das Gelände, welches sich in der Nähe des öffentlichen Waldbades befindet." Direkt daneben sei noch ein weiterer Teich. Dieser ist vom neu erworbenen Grundstück aus zu erreichen, und als Schwimm- und Badestelle für die Kinder mit eingeplant, sagt Ulrich Poller: "Da wir auch Schwimmunterricht in unserem Kindergarten anbieten, freuen wir uns umso mehr, dass das neue Ferienlager einen eigenen Zugang zum Teich hat." 

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Nun wird das bereits bestehende Haus noch zum Ferienlager-Gebäude umgebaut und auch frisch gestrichen. Zudem muss natürlich eine Küche dort einziehen, denn in der Kita Regenbogen soll auch während des Ferienlagers selbst gekocht werden.

"Die Kinder werden bei uns in alle Vorgänge mit einbezogen", sagt Kathrin Dienst. "Vom Einkaufen der Lebensmittel, über die Pflege der Pflanzen und Tiere, bis hin zum Waschen von Obst und Gemüse und dem eigentlichen kochen der Speisen." Die hauseigenen Hühner, Ziegen und der Esel blieben aber weiterhin im Kindergarten.  "Am 1. August wollen wir mit unseren 22 Vorschulkindern ins Ferienlager starten. 

Alles etwas anders in der Kita Regenbogen

"Den Kindergarten Regenbogen gründeten wir 2003 für unsere Tochter", sagt Kathrin Dienst. "Wir starteten damals mit zehn Krippenkindern. 2005 kam der Kindergartenteil dazu und 2012 das Haus 1 mit der Vorschule." Insgesamt werden derzeit 67 Mädchen und Jungen betreut. Das Haus 1 an der Gerlinger Straße beherbergt die größeren Kinder, im Haus 2 an der Schachtstraße  befindet sich die Krippe. 

"Wir wollen den Kindern moderne Pädagogik anbieten, nah an die häusliche Erziehung anknüpfen", erläutert die Theologin. "Was man zu Hause gern mit den Kindern tun würde, aber durch die Arbeit nicht kann, das wollen wir bieten." So seien eben auch das tägliche frische Kochen wichtig, ebenso wie die Pflege der Tiere und die vielen Ausflüge in die Umgebung. Zudem würden die Kinder der Vorschulklasse optimal auf den Unterricht vorbereitet. Die Fünf- bis Siebenjährigen lernen dabei unter anderem auch bereits Fremdsprachen wie Arabisch und Englisch.

"Corona haben wir als Chance gesehen"

"Man sollte nicht nur jammern, sondern den Kindern zeigen, wie man sinnvoll mit der Situation umgehen kann", sagt Kathrin Dienst. Zu Beginn der Corona-Maßnahmen seien nur etwa 10 Kinder in der Notbetreuung gewesen, berichtet sie. Nach den ersten Lockerungen lag die Auslastung dann bei 80 Prozent. "Wir haben mit den Kindern, die hier waren, zum Beispiel Tänze gefilmt und dann in unseren neuen YouTube-Kanal gestellt", sagt die Kita-Leiterin. Zusammen mit anderen Videos als Bereicherung gedacht - für die Kinder, die zu Hause waren. Außerdem gab es eine Whatsapp-Gruppe, über die Eltern und Kinder unter anderem Bastelanleitungen, jeden Abend eine Gute-Nach-Geschichte, Grüße und Lieder aus dem Kindergarten nach Hause erhielten. "Somit hatten wir immer Kontakt zu den Kindern", sagt die Leiterin. 

Der Kindergarten Regenbogen finanziert sich ausschließlich über die normalen kommunalen Elternbeiträge. Für 2020/2021 seien aber alle Plätze bereits vergeben.

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