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Kita-Streiks machen Pause

Die Arbeitgeber haben ein neues Angebot vorgelegt. Verdi will es prüfen – und verzichtet erst einmal auf weitere Ausstände.

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Von Ingo Kramer

Löbau. In der südlichen Oberlausitz sind erst einmal keine weiteren Kita-Streiks geplant. Das sagte Detlef Heuke von der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi am Freitag auf SZ-Nachfrage: „Die Arbeitgeber haben uns am Donnerstagabend beziehungsweise Freitagmorgen ein Angebot vorgelegt, das nun bei Verdi geprüft werden muss.“ Heuke selbst kannte das Angebot am Freitag noch nicht im Detail, ist aber auch nicht selbst in die Prüfung involviert. So muss auch er abwarten, zu welchem Ergebnis die Verdi-Spitze in den kommenden Tagen gelangt.

„Ich denke und hoffe, dass sich nächste Woche einiges bewegen wird“, so Heuke. Ob ursprünglich für nächste Woche weitere Streiks in der Region geplant waren, will er nicht verraten: „Wir hatten immer gesagt, dass wir an den Verhandlungstisch zurückkehren, wenn ein Angebot vorliegt.“ So ist es nun. Weiter in die Zukunft zu blicken, wäre Kaffeesatzleserei: „Wenn es zu keiner Einigung kommt, ist ab Mittwoch oder Donnerstag wieder alles offen.“

Im Gegensatz zu den Kitas in Bautzen waren die hiesigen Einrichtungen bisher relativ glimpflich davongekommen. Gestreikt wurde in Görlitz lediglich am Donnerstag und Freitag voriger Woche – und auch das nur an acht von zwölf kommunalen Einrichtungen. Betroffen waren mehr als 1 000 Kinder in Krippen, Kindergärten sowie Schulhorten im Stadtgebiet. Zudem gab es Streiks in Oderwitz und Olbersdorf.