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Kita-Träger fordert mehr Platz

Das Schloss im Hohnsteiner Ortsteil Ulbersdorf wird zur Baustelle. Der Grund ist ein positiver. Im Ort werden immer mehr Kinder geboren.

Das Schloss in Ulbersdorf beherbergt auch den Kindergarten. Dessen Fortbestand stand schon mehrmals auf der Kippe.
Das Schloss in Ulbersdorf beherbergt auch den Kindergarten. Dessen Fortbestand stand schon mehrmals auf der Kippe. © Daniel Schäfer

Die Geburtenstatistik in Ulbersdorf verzeichnete nicht immer so viele Neugeborene. Das hatte zur Folge, dass sogar der Fortbestand des Schlosskindergartens in Gefahr war. Die Stadt ist damals eingesprungen, hat die Ausfallkosten wegen fehlender Kinder übernommen. Eine richtige Entscheidung, wie sich heute zeigt. Der Schlosskindergarten platzt mittlerweile aus allen Nähten. 

Deshalb forderte der Träger der Kita, der Arbeiter-Samariter-Bund, Ortsverband Neustadt, die Stadt Hohnstein als Schlosseigentümer auf, eine Lösung zu finden. Derzeit hat die Einrichtung die Betriebserlaubnis für 10 Krippenkinder und 20 Kindergartenkinder sowie drei Erzieher. Und es gibt Vorschriften, wie viel Platz jedem zur Verfügung stehen muss. In Ulbersdorf kam man letztlich auf einen Bedarf von insgesamt 80 Quadratmetern. Derzeit sind es schlappe 58,87 Quadratmeter. Damit fehlen reichlich 20 Quadratmeter. Deshalb auch die Forderung des Trägers nach einer Erweiterung. Andernfalls drohte dieser, die Kapazitäten zu kürzen, also weniger Kinder zu betreuen.  

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Im Rathaus wurde nun überlegt, welcher Weg besser sei: Eine einfache Erweiterung oder ein Umzug in ein anderes Gebäude? Klar war, dass man nicht auf die Kindertagesstätte in diesem Ortsteil verzichten will, also musste eine Lösung her. Die Vorzugsvariante besteht nun in einem etwas größeren Umbau im Schloss selbst. Für Planer Falk Köhler eine Herausforderung. Das Schlossgemäuer ist nicht nur alt, sondern steht auch unter Denkmalschutz. 

Letztlich liegt nun eine Variante vor, die der Kindertagesstätte eine Gesamtfläche von fast 90 Quadratmetern bietet. Die Stadt Hohnstein hat den Bauantrag im Landratsamt eingereicht. Wird dieser so bestätigt, können Baufirmen mit dem Umbau des jetzigen Raums samt daneben liegender Wohnung beginnen. Um eine bessere Struktur zu erreichen, wird der Eingang künftig nicht mehr von vorn durch den Garten sein, sondern von hinten, durch die jetzige Wohnung. Es ist künftig auch Platz für eine Küche und einen Personalraum. Auch den gab es bislang nicht. Damit haben nicht nur die Kinder bessere Bedingungen, sondern auch die Erzieher. Es entsteht ein separater Raum für die Krippenkinder und ein eigenes Bad für sie. 

Im Zuge der Planung wurde geprüft, ob der Eingang behindertengerecht gestaltet werden kann. Dies wäre sicherlich noch möglich, bei den Räumen der Kita geht das jedoch aufgrund der Bauweise nicht. Und sowohl im Rathaus als auch im Planungsbüro weiß man, dass  noch einige Wünsche offen bleiben. So fehlen noch weitere Funktions- und Zubehörräume.

Aufgrund der Gebäudesubstanz, der Anforderungen an eine optimale Beleuchtung, Einschränkungen durch Denkmal- und Brandschutz ließen sich weitere Räume nicht sinnvoll abtrennen, so der Planer. Die Kosten für den Umbau liegen nun ebenfalls vor und die sind ziemlich hoch. Insgesamt 240.500 Euro stehen zu Buche. Einen Teil davon bekommt die Stadt gefördert. Mit dieser Entscheidung zum Umbau dürfte der Schlosskindergarten in Ulbersdorf ein zweites Mal gerettet worden sein.

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