merken
PLUS Radeberg

Kitas: Zwei Stufen-Plan in Ottendorf

Ab Montag können Kindergärten weitgehend zum Normalbetrieb übergehen. Einige Einrichtungen im Rödertal brauchen noch etwas Zeit.

Endlich wieder mit den Freunden aus anderen Gruppen spielen. Ab Montag ist das in den Kitas im Rödertal wieder möglich.
Endlich wieder mit den Freunden aus anderen Gruppen spielen. Ab Montag ist das in den Kitas im Rödertal wieder möglich. © dpa

Radeberg. Eltern und Kinder leiden unter den Corona-Einschränkungen in Kindergärten: verkürzte Öffnungszeiten, aufwendiges Übergabe- und Abholprozedere, Gruppenbeschränkung. Jetzt hat Sachsens Kultusminister Christian Piwarz (CDU) eine Lockerung  für Montag angekündigt. Betreuungseinrichtungen können die Beschränkungen teilweise aufheben, müssen es aber nicht. Die Kitas in Ottendorf, Wachau, Arnsdorf und Radeberg gehen ganz unterschiedlich damit um.

Ottendorf-Okrilla sieht eine Art Zwei Stufen-Plan für die nächsten Tage vor. Danach werden ab Montag zunächst noch eingeschränkte Öffnungszeiten gelten, teilt Bürgermeister Michael Langwald (parteilos) mit. So öffnen die Kitas „Waldkindergarten“ in Ottendorf, „Sonnenhügel“ in Hermsdorf und „Zwergenland“ in Medingen zunächst  von 7 bis 16 Uhr. Die Kita „4 Jahreszeiten“ in Hermsdorf öffnet von 7.30 bis 15 Uhr. "Erst ab Montag, den 6. Juli, betreuen wir die Mädchen und Jungen wieder zu den Öffnungszeiten wie vor der Corona-Pandemie, also von 6 bis 17 Uhr in allen Kita-Einrichtungen der Gemeinde“, so Michael Langwald.  

JABS
JABS – Euer Zukunftsportal
JABS – Euer Zukunftsportal

Auf JABS erfahrt ihr alles, was für eure Zukunft wichtig wird und wie ihr euch am Besten darauf vorbereitet.

Der Grund für die spätere Rückkehr zu alten Öffnungszeiten liegt laut Michael Langwald  in der kurzen Vorbereitungszeit zwischen der Ankündigung von Minister Piwarz und deren Inkrafttreten. „Wir brauchen etwas mehr Zeit, um die neuen Vorgaben umzusetzen, insbesondere um genügend Personal bereitzustellen.“ 

Über das Coronavirus informieren wir Sie laufend aktuell in unserem Newsblog.

Auf die Kinder kommen schon ab Montag Erleichterungen zu. Sie können sich ab dem 29. Juni wieder mit ihren Freunden aus anderen Gruppen treffen. „In den Randzeiten, also beim Früh- und Spätdienst findet ohnehin wieder eine Mischung von Gruppen statt. Dann ist  das auch tagsüber möglich“, so der Bürgermeister. Beim Bringen und Abholen der Kinder müssen Eltern beim Betreten des Kita-Geländes immer noch Mundschutz tragen. Auch gelten weiterhin besondere Übergabestellen in den vier Einrichtungen.

Eine weitere gute Nachricht: In den Ottendorfer Kitas finden wieder Elterngespräche und Elternabende statt. „Natürlich unter Einhaltung der Hygieneregeln“, sagt der Bürgermeister. Er bedankt sich bei den Eltern für das bisherige Verständnis. „Gemeinsam konnten wir diese besondere Situation im Interesse der Kinder meistern und eine sorgsame Rückkehr in den Kita-Alltag ermöglichen.“

"Lockerungen entlasten die Personalsituation"

Der Regionalverband Volkssolidarität Elbtalkreis-Meißen, der in Radeberg zwei Kitas und einen Hort sowie in Arnsdorf eine Kita und einen Hort betreibt, kehrt schon ab Montag zu den ursprünglichen Öffnungszeiten zurück. „Kinder mehrerer Gruppen werden im Früh- und Spätdienst wieder gemeinsam von einer Erzieherin betreut. Auf dem Außengelände fällt die Trennung der Spielbereiche  auch weg, das heißt, es können wieder die Kinder verschiedener Gruppen miteinander spielen. Diese Lockerungen entlasten die Personalsituation erheblich, deshalb ist die Rückkehr zu alten Zeiten möglich“, sagt Vorstand Sven Krell. Außerdem werden sie dem Betreuungsbedarf angepasst und mit den Eltern abgestimmt, so Krell. 

Allerdings gibt es eine Ausnahme. „In unseren Horten gelten noch keine Lockerungen. Hier werden weiterhin die Auflagen weiter umgesetzt. Die Betreuung erfolgt in festen Gruppen durch Erzieher, die diesen Gruppen fest zugeordnet sind“, sagt Krell. Erst ab 17. Juli sollen die Einschränkungen bei Horten wegfallen.

Mehr zum Coronavirus in der Region:

Nach Angaben von Britta Marschler, Geschäftsführerin der Arbeiterwohlfahrt Radeberger Land, werden ihre Krippen und Kindergärten zumindest teilweise zum Regelbetrieb zurückkehren. „Wir müssen dabei die personelle Situation in den einzelnen Einrichtungen beachten. Alle sind weiterhin mindestens von 7 bis 16 Uhr geöffnet. Wo es möglich und sinnvoll ist, werden wir verlängern.“ 

Gerade morgens und nachmittags beim Bringen und Abholen der Kinder habe sich an den Regelungen wenig geändert, sagt sie für ihre Einrichtungen. „Das Hygienekonzept muss weiter eingehalten werden. Es gelten noch Beschränkungen, die mehr Personal als sonst erfordern, etwa, dass Eltern Räume nicht betreten sollen und die Kinder in Empfang genommen werden müssen.“ Wann  wieder zu den normalen Öffnungszeiten  zurückgekehrt werden kann, ließ die Geschäftsführerin offen. Die AWO betreibt mehrere Betreuungseinrichtungen in Radeberg, Liegau, Wachau, Lomnitz und Langebrück.

Weiterführende Artikel

Dresdner Kitas wieder normal geöffnet?

Dresdner Kitas wieder normal geöffnet?

Ab Montag müssen Kita-Gruppen auch in Dresden nicht mehr getrennt betreut werden. Welche Regeln nun gelten, was sich noch ändert und was das bedeutet.

So soll der Regelbetrieb in den Kitas laufen

So soll der Regelbetrieb in den Kitas laufen

Ab 29. Juni können die Kitas in Sachsen wieder zu ihren regulären Öffnungszeiten und Konzepten zurückkehren. Auflagen zum Schutz vor Corona gelten aber weiter.

Kita und Corona: "Anfangs hatte ich Bauchschmerzen"

Kita und Corona: "Anfangs hatte ich Bauchschmerzen"

Katja Kunath liebt ihre Arbeit in einem Kindergarten – und das offene Konzept. Jetzt aber ist alles anders. Über den Kita-Alltag in der Pandemie.

Nachrichten und Hintergründe zum Coronavirus bekommen Sie von uns auch per E-Mail. Hier können Sie sich für unseren Newsletter zum Coronavirus anmelden.

Mehr Nachrichten aus Radeberg und dem Rödertal lesen Sie hier.

Mehr Nachrichten aus Dresden lesen Sie hier.

Mehr zum Thema Radeberg