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Kläranlage wird offiziell in Betrieb genommen

Steinigtwolmsdorf. Der Kanalbau geht weiter. Die Gemeinde will insgesamt elf Millionen Euro in ihr Abwassernetz investieren.

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Von Ingolf Reinsch

Offiziell eingeweiht wurde am Freitagnachmittag die Kläranlage der Gemeinde Steinigtwolmsdorf im Ringenhainer Niederdorf. In ihr werden zurzeit die Abwässer von rund 1 700 Einwohnern gereinigt, sagte Bürgermeister Peter Kynast.

Die Anlage ist bereits seit dem 4. April in Betrieb. Die bisher ermittelten Werte liegen im Rahmen der Vorgaben des Staatlichen Umweltfachamtes Bautzen, sagte der Bürgermeister. Jetzt, nachdem auch die Außenanlagen fertiggestellt sind, lud die Gemeinde Planer, Bauleute sowie Vertreter von Behörden und Politik ein.

Die Gemeinde Steinigtwolmsdorf, die für die Abwasserentsorgung einen kommunalen Eigenbetrieb gründete, investierte rund zwei Millionen Euro in die Kläranlage. 75 Prozent der Baukosten kommen aus Fördertöpfen. Parallel dazu geht in Ringenhain und Steinigtwolmsdorf der Kanalbau weiter. Danach soll auch Weifa an die Anlage angeschlossen werden. Wenn diese Aufgabe bewältigt ist, wird Steinigtwolmsdorf nach Angaben der Gemeindeverwaltung insgesamt rund elf Millionen Euro in den Bau von Abwasseranlagen investiert haben. Da Steinigtwolmsdorf in einem so genannten Verdichtungsgebiet liegt, wird der Kanalbau zu 60 Prozent gefördert.

Das Betriebsgebäude beherbergt außer Schalt-, Büro- und Sanitärräumen auch die mechanische Reinigungsstrecke sowie zwei Belebungsbecken, die den Kern des Klärprozesses ausmachen. Gemeinde und Planungsbüro reagierten damit auf den Umstand, dass sich die Kläranlage nahe der Wohnbebauung befindet. Außen gibt es dann noch das Nachklärbecken sowie den Schlammspeicher.