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Klagende Bürger verlieren im Stadionstreit

Das Gebiet, in dem das Weinbergstadion liegt, ist jetzt definitiv kein reines Wohngebiet. Eine Revision wurde abgelehnt.

Von Peter Redlich

Bis zum Bundesverwaltungsgericht sind Bürger gegangen, um gegen einen Bebauungsplan der Stadt Radebeul zu klagen. Sie haben verloren. Die von ihnen beantragte Revision zu einem Urteil des Oberverwaltungsgerichtes in Bautzen wurde abgelehnt.

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Es geht um das modernisierte Weinbergstadion neben der Gleisschleife an der Carl-Pfeiffer-Straße im Westen Radebeuls.

Die seit 1931 bestehende Vereinssportanlage lag viele Jahre brach. 2004 hatte der Radebeuler Ballspielclub (RBC) mit rund 700 000 Euro Zuschuss das Stadion modernisiert.

Schon kurz nach Beginn des Spielbetriebs beschwerten sich Anwohner über Lärmbelästigung. Vier von ihnen klagten schließlich. Das Dresdner Verwaltungsgericht gab ihnen recht, mit der Begründung, dass es sich hier um ein reines Wohngebiet handele.

Auch gegen den von der Stadt aufgestellten Bebauungsplan wehrten sich die Bürger. Dieser Plan wies das Gebiet als allgemeines Wohngebiet und nicht als reines Wohngebiet aus, in welchem der Sportbetrieb nicht hätte sein dürfen.

Bebauungsplan bestätigt

Der von der Stadt Radebeul aufgestellte Bebauungsplan, in dem der Sportplatz Weinbergstadion in Radebeul-West liegt, wurde vom Oberverwaltungsgericht in Bautzen im Oktober 2013 bestätigt.

Anwohner hatten gegen den Bebauungsplan ein Normenkontrollverfahren bei Gericht herbeigeführt. Im Urteil bestätigen die Richter den Sportplatz, auch ausdrücklich in seiner Größe. Dagegen forderten die klagenden Bürger eine Revision. Die wurde jetzt abgelehnt.

OB Bert Wendsche (parteilos) will nun auch das Verfahren vom Dresdner Verwaltungsgerichtsverfahren wieder aufrollen. Dieses bezog sich auf die Baugenehmigung zur Stadionmodernisierung. Wendsche: „Die Richter gingen damals davon aus, dass es sich um ein reines Wohngebiet handelt, das ist jetzt widerlegt worden.“