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Oberschule bekommt endlich einen Anbau

Schon seit Jahren gelangt die Oberschule immer wieder an ihre Kapazitätsgrenze. Das soll sich bald ändern.

Am Verbindungsgebäude entsteht ein zweigeschossiger Anbau mit Klassen-, Gruppen- und Nebenräumen. Bereits im Oktober sollen die Bauarbeiten beginnen.
Am Verbindungsgebäude entsteht ein zweigeschossiger Anbau mit Klassen-, Gruppen- und Nebenräumen. Bereits im Oktober sollen die Bauarbeiten beginnen. © Dietmar Thomas

Waldheim. Der Fördergeldbescheid ist da, der Eigenanteil im Doppelhaushalt eingestellt. Jetzt wird der langgehegte Wunsch nach einem Anbau an die Schule Wirklichkeit.

Die Zahl der Schüler, die die Waldheimer Bildungseinrichtung an der Pestalozzistraße besuchen, ist in den zurückliegenden Jahren immer wieder gestiegen– rund 360 Mädchen und Jungen waren es im vergangenen Schuljahr. Seit vielen Jahren wird die Oberschule dreizügig geführt.

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„Immer wieder kam es wegen der steigenden Schülerzahlen zu Kapazitätsengpässen, was die Klassenzimmer und auch die Nebenräume betrifft. Häufig musste improvisiert werden“, erklärt Bauamtsleiter Michael Wittig.

Rund 1,35 Millionen Euro soll der Anbau kosten. Der Fördermittelbescheid über 813.000 Euro aus dem Fördertopf „Schulische Infrastruktur“ ist vor wenigen Wochen eingetroffen.

Anbau an Verbindungsgebäude

Der Anbau soll im rückwärtigen Bereich am mittleren Verbindungsgebäude entstehen. „Es wird ein Zwei-Geschosser mit zwei Klassenräumen in der oberen Etage, die verbunden werden können“, erklärt Sandra Niese, Sachbearbeiterin Hochbau, die für die Planungen zuständig ist. Da es in der Oberschule keine Aula oder einen Raum für größere Veranstaltungen gibt, könnte dieser dann dafür genutzt werden.

In der Etage darunter werden ein Medienkabinett sowie ein Musikraum eingerichtet. Letzerer könne beispielsweise von der Schülerband genutzt werden, ebenso für musikalische Ganztagsangebote.

Weitere kleine Neben- und Gruppenräume sind unter anderem für den Unterricht im Fach „Deutsch als Zweitsprache“ (DaZ) gedacht. „Dieser Unterricht wird in kleineren Gruppen abgehalten, so dass dafür auch kleine Zimmer genügen“, so Sandra Niese. 

Im Oktober soll es losgehen

Die Sachbearbeiterin versendet derzeit die Ausschreibungsunterlagen an die einzelnen Gewerke. Schon Anfang Oktober soll es mit den Bauarbeiten losgehen – bei laufendem Schulbetrieb. „Es gibt während der Bauphase keine Beeinträchtigungen, die den Schulbetrieb stören könnten“, so Sandra Niese.

Lediglich der Durchbruch zum vorhandenen Gebäude sei mit Lärm verbunden. „Das wird aber in der Ferienzeit erledigt.“ Bis Ende nächsten Jahres sollen die Arbeiten abgeschlossen sein, „sofern es die Witterung zulässt“, so Niese.

„Die Kapazitäten an der Oberschule waren schon seit langem nicht mehr ausreichend. Unsere Oberschule wird ja sehr gut angenommen. Deshalb freuen wir uns, dass die Fördermittel endlich da sind und wir auch in diesem Bereich optimale Bedingungen schaffen können“, so Michael Wittig. Außenanlagen, Freiluftsportstätte und Sporthalle seien bereits auf einem sehr guten Stand. 

Nicht zuletzt seien es aber auch solche Dinge, wie die Buswendeschleife vor dem Schulgebäude, die Eltern dazu bewegen, ihre Kinder an der Waldheimer Oberschule anzumelden.

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