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Klein Partwitzer protestieren gegen Verkehr

Die Massen-Transporte für den Bau des Überleiters zwischen Blunoer Südsee und Neuwieser See wälzen sich durch das Dorf.

© Symbolfoto: www.pixabay.com

Klein Partwitz. Als Karsten Handro, der Leiter Projektmanagement beim Bergbausanierer LMBV, am Dienstagabend in seinem Bericht in der Sitzung des Elsterheider Gemeinderates auf den Bau des Überleiters 3a zwischen dem Blunoer Südsee und dem Neuwieser See zu sprechen kam, wurde er etwas ungehalten unterbrochen. Gemeinderatsmitglied Ronald Bether sprach von zeitweise 15 Lkw pro Stunde acht Stunden lang, die durch das Dorf gerollt sind. Tagelang waren mehr als 30 Betonmischfahrzeuge unterwegs. Und das auf der Hauptstraße, auf der nur 30 km/h zulässig sind, die schmal und unübersichtlich ist und über die der Weg der Kinder zum Schulbus führt. „Das ist den Bürgern nicht zuzumuten, auch nicht der Straße“, schimpfte er.

Die LMBV sei bei Zählungen auf vier bis sechs Lkw pro Tag gekommen, erklärte Karsten Handro, räumte aber ein, dass die von Ronald Bether genannten Zahlen in Spitzenzeiten der Massentransporte durchaus erreicht worden sein könnten. Die Suche nach einer Alternative, so merkte er an, würde eine Zeitverzögerung und exorbitante Mehrkosten bedeuten. Aktuell ist ein Abschluss der Baumaßnahmen an Kanal und Brücke bis Dezember vorgesehen.

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„Es ist jedenfalls nicht auszuhalten“, meldete sich Steffi Bether aus den Reihen der Bürger zu Wort. Sie hatte eine Liste mit Unterschriften von etwa 50 Anwohnern mitgebracht. Diese überreichte sie Bürgermeister Dietmar Koark (CDU). „Vielleicht hilft das was“, so ihre Hoffnung. Karsten Handro lud sie zum Kaffee ein. „Da können Sie sich das mal vor Ort anschauen.“

Der LMBV-Mann wusste natürlich von den Beschwerden aus Klein Partwitz über die Zuwegung zur Baustelle. Wie er sagt, seien im Vorfeld der Baumaßnahme auch andere Varianten einer Zuwegung betrachtet, aber als nicht genehmigungsfähig verworfen worden. „Da stelle ich mir die Frage, ob Tier-Wohl vor Menschen-Wohl geht“, meinte Ronald Bether, der gehört hat, dass eine Alternativroute durch ein Vogelschutzgebiet führt und wohl deshalb nicht genehmigungsfähig gewesen sei.

Dietmar Koark will die Unterschriften zum Anlass nehmen, um mit diesem Problem an die Geschäftsführung der LMBV heranzutreten. Außerdem, so kündigte er an, werde er sich mit der Verkehrsbehörde in Verbindung setzen und sich um Geschwindigkeitskontrollen bemühen. (rgr)

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