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Kleine Detektive sammeln den Müll aus der Gruna

Großharthau. Sie nennen sich Detektive und nehmen ihre Aufgabe ernst: Zehn Mädchen und Jungen der zweiten bis vierten Klasse der Grundschule Großharthau waren jetzt wieder auf Beobachtungsposten. Sie schauen nicht nur, sondern tun auch was.

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Großharthau. Sie nennen sich Detektive und nehmen ihre Aufgabe ernst: Zehn Mädchen und Jungen der zweiten bis vierten Klasse der Grundschule Großharthau waren jetzt wieder auf Beobachtungsposten. Sie schauen nicht nur, sondern tun auch was. In diesem Fall für die Umwelt: Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft „Natur- und Umweltschutz“ reinigten, mit Müllsäcken ausgestattet, Ufer und Flussbett der Gruna. Denn für einen Teil des Flusses im Ort haben sie die „Bachpatenschaft“ übernommen.

Mehrmals schon beobachteten die Kinder den Lauf des Baches, untersuchten die chemische und biologische Wassergüte, und sie wollen die Qualität des Wassers weiter feststellen. Das Gruna-Wasser hat Güteklasse zwei, das heißt, der Bach ist „mäßig bis deutlich belastet“, erklärt Daniela Noteboom, die die Arbeitsgemeinschaft leitet.

Auch das Wasserwerk im Ort haben die „Umweltkids“ schon besucht. Mit ihren Eltern fertigten sie Nistkästen an, die sie an Bäumen anbrachten. In diesen Tagen wollen die Kinder feststellen, ob sie bewohnt sind. Außerdem bepflanzten die Kinder in der Massenei ein Stück Waldrand mit Wildkirschen und -äpfeln.

Die Großharthauer Arbeitsgemeinschaft „Natur- und Umweltschutz“ besteht seit Herbst 2004. „Wir möchten den Kindern über den Schulunterricht hinaus Zusammenhänge in der Natur begreifbar und erlebbar machen“, sagt Daniela Noteboom, die selbst beruflich im Umweltschutz tätigt ist. (wsch)